3.7

Der Sohn des Friseurs

von Gerbrand Bakker, Andreas Ecke

Format:Hardcover

Simon, Mitte vierzig, führt ein ruhiges Leben. Wie bereits sein Vater und Großvater ist er Friseur. Er möchte nicht unbedingt zu viele Kunden, und wenn er mal einen Espresso braucht, dann geht er rasch in seine Wohnung über dem Salon. Zwei Poster von Schwimmern an der Wand erinnern an seine Jugendhelden, und dreimal die Woche zieht er selbst Bahnen – Simon mag seinen unaufgeregten Alltag und wenn er zwischendurch eine Strähne Einsamkeit an sich entdeckt, dann stört ihn das nicht weiter.Als einer der Stammkunden, ein Schriftsteller, sich für die Geschichte seines Vaters interessiert, wird auch Simon neugierig. Er hatte den Vater nie kennengelernt, weil dieser, wie es hieß, 1977 bei einem Flugzeugunglück auf Teneriffa ums Leben gekommen war. Aber warum weiß Simon eigentlich so wenig darüber? Und noch etwas anderes treibt ihn um: Als Simon seiner Mutter beim Schwimmunterricht für Jugendliche hilft, lernt er den stummen Igor kennen – und verliebt sich in ihn. In überraschenden Wendungen erzählt Bakker von einem Mann, dessen Leben wider seinen Willen Fahrt aufnimmt. Der Sohn des Friseurs ist ein berührender Roman über Sehnsucht, das Bedürfnis nach Nähe und die Notwendigkeit, die Grenzen des Bekannten zu durchbrechen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
285 SeitenHardcover
Erschienen an: February 12, 2024

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.7(11 ratings)
T 𓆝 𓆟 𓆞 𓆝 𓆟Rezension von T 𓆝 𓆟 𓆞 𓆝 𓆟

Was zur Hölle war das bitte für eine Darstellung von Menschen mit Behinderungen? Ich verstehe ja diesen ganzen Aspekt von fehlender Nähe, Komplexen usw. und mir ist auch bewusst dass letzten Endes wirklich nichts passiert ist, aber ableistische und politisch unkorrekte Aussagen zu tätigen und diese nur halbherzig zu korrigieren bleibt schlichtweg Ableismus. Insbesondere wenn dieser ganze Handlungsstrang komplett irrelevant für die gesamte Geschichte ist. Dieser ganze Aspekt hat die Geschichte nicht einen Moment vorangetragen. Stattdessen durfte ich mir zehn Mal anhören, dass Menschen mit Behinderungen nicht mit anderen Menschen vergleichbar seien, dass sie nichts weiter als „bloße Körper“ sind. Ich fange gleich wieder an zu kotzen. Und hätte mir mal bitte jemand sagen können, dass sich hinter diesem vermeintlich homosexuellen Handlungsstrang ein fast 50 jähriger und ein fu**ing 18 Jähriger versteckt?! Ich dachte ich lese da ein Coming Out und eine süße Liebesstory, die Simon beim Verarbeiten des Fehlens seines Vater hilft. Stattdessen muss ich einem erwachsenen Mann dabei zusehen, wie er sich an einem Jugendlichen, der nicht richtig sprechen kann, vergreifen will. Ich fange gleich wieder an zu kotzen.

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