»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag begangenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Angewidert und zugleich voller Lust an der Sensation, kommentieren sie das Vorgehen der Medien. Draußen, in der »wirklichen« Welt, wird unterdessen fieberhaft nach dem Mörder gesucht.
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Der Kameramörder
von Thomas Glavinic
»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag begangenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Angewidert und zugleich voller Lust an der Sensation, kommentieren sie das Vorgehen der Medien. Draußen, in der »wirklichen« Welt, wird unterdessen fieberhaft nach dem Mörder gesucht.
Aktuelle Rezensionen(4)
Spannung bis zum Ende, unerwarteter plotwist, Interessante Charaktere, gute Verfassung, empfehlenswert für Leser/innen die andauernde Spannung lieben :)
Sehr Realistisch und echt geschrieben, jedoch etwas langweilig man muss sich sehr konzentrieren zum lesen
Nie wieder Glavinic :/
Wow, da hat sich Glavinic mal wieder selbst übertroffen. Es ist nüchtern, aber nicht zu nüchtern erzählt. Die Perspektive ist okay und erst am Schluss ergibt sich der eigentliche Grund für diese Perspektive. Wer logisch denken kann, kann sich das Ende bereits denken, aber Glavinic legt den Fokus sehr gut auf die anderen Dinge. Was mir am besten gefällt ist jedoch die Kritik an der Mediengesellschaft - Glavinic zeigt wunderbar auf, was die Medien aus den Menschen machen, wie sie uns verändern und in was für einer Abhängigkeit wir zu ihnen stehen.