Empfehlungen basierend auf "Der Ekel"
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von Salman Rushdie
Salman Rushdie erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2023 »für seine Unbeugsamkeit, seine Lebensbejahung und dafür, dass er mit seiner Erzählfreude die Welt bereichert.« (Aus der Begründung der Jury)Die Geschichte beginnt mit einem Knall: Ein von Terroristen entführtes Flugzeug wird über der englischen Küste gesprengt. Wie durch ein Wunder überleben zwei Insassen den Sturz zur Erde: Gibril, ein in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsener Muslim, der es mit Starrollen in Bollywoodfilmen zum Frauenschwarm gebracht hat, und Saladin, der aus reichen Verhältnissen stammt und als Stimmenimitator arbeitet. Schon während sie aneinandergeklammert dem Boden entgegenfallen, spüren sie eine seltsame Veränderung an sich vorgehen, an deren Ende sie sich in lebende Symbole für Gut und Böse verwandelt haben. Doch dies ist nur der erste Akt einer überbordenden Odyssee, in der Realität und Traum irgendwann kaum noch voneinander zu trennen sind.Einer der gefeiertsten und umstrittensten Romane unserer Zeit, mit dem sich Salman Rushdie als großer Verfechter der Meinungsfreiheit etabliert hat. Ein Buch wie ein Paukenschlag!»Ein Weltereignis und episches Meisterwerk.« (Süddeutsche Zeitung)
von Herta Müller
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C." So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.
von Siegfried Lenz
Hamburger Ausgabe der Werke. Eine lesefreundliche Studienausgabe, alle Texte durchgesehen und mit den Originaltyposkripten und Erstdrucken verglichen. Jeder Band erhält einen ausführlichen Kommentar zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte.Siegfried Lenz’ berühmtester Roman, sein Opus magnum über Siggi Jepsen, Insasse einer Anstalt für schwererziehbare Jugendliche, seinen Aufsatz über die »Freuden der Pflicht« und seine Abrechnung mit dem Vater, dem Dorfpolizisten und dessen unrühmlicher Rolle in Nazideutschland gegenüber seinem Malerfreund Nansen. 1968 erschienen, ist die »Deutschstunde«, in mehr als 20 Sprachen übersetzt und über 2,2 Millionen Mal verkauft, ein Meilenstein der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.
von Heinrich Böll
»Nie hat Böll sich seiner Mittel souveräner bedient und trotzdem den Kampf mit dem Scheinchristentum und Hartherzigkeit verbissener geführt als in diesen Ansichten eines Clowns.«
von Thomas Mann
Thomas Mann. Bibliography: P. [745]-746.
von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Leidenschaft, Sucht, Dostojewski – ein Klassiker mit Herzrasen Beim Roulette gewinnen, gewinnen um jeden Preis. Anfangs ist der Spieler noch abgestoßen von der Atmosphäre der Spielsäle, doch nach und nach ergreift die Spielleidenschaft die Persönlichkeit des Erzählers. Der Spieler verbindet den fiebrigen Rausch der Spieltische in Roulettenburg, Baden-Baden und Paris und eine leidenschaftliche Liebesgeschichte zu einer Erzählung von existenzieller Grenzerfahrung und zerstörerischer Sehnsucht. Dostojewski schrieb den Roman inmitten eigener Spielsucht und finanzieller Verzweiflung.
von Niccolò Machiavelli
Ein Blick hinter die Kulissen der Macht – über politische Realität und Staatsräson Wie erlangt man Macht – und wie behält man sie? Machiavellis legendäres Werk gibt darauf Antworten, die bis heute ihre Schlagkraft beweisen. Mit klarem Blick und scharfem Verstand beschreibt Machiavelli, wie Herrscher zu Macht gelangen, sie sichern und ausbauen können – ohne Rücksicht auf Moral, dafür mit realistischem Gespür für Menschen und Politik. Seit seiner Entstehung im 16. Jahrhundert fasziniert und provoziert Der Fürst gleichermaßen: als Leitfaden für Machthaber, als Spiegel politischer Realität und als Schlüsseltext, der Begriffe wie »Machiavellismus« prägt. Ein Blick hinter die Kulissen der Politik – voller überraschender Einsichten, die bis in unsere Gegenwart reichen und uns die Augen für die Mechanismen der Macht öffnen. Wie Macht entsteht, warum sie zerbricht und welche Dynamiken in Gruppen, Beziehungen und Systemen immer wieder gleich funktionieren – damals wie heute.