4.0

Der dunkle Schwarm

von Marie Graßhoff

Format:Softcover

Im Jahr 2100 verbinden die Menschen ihr Bewusstsein über Implantate zu sogenannten "Hive-Minds". Die junge Atlas profitiert davon gleich doppelt: Tagsüber arbeitet sie als Programmiererin für den größten Hive-Entwickler. Nachts betreibt sie unter dem Decknamen Oracle einen lukrativen Handel mit Erinnerungen, die sie aus Hive-Implantaten stiehlt. Eines Nachts berichtet ihr ein Kunde namens Noah von dem Mord an einem ganzen Hive - eigentlich eine technische Unmöglichkeit. Er bietet ihr eine horrende Summe dafür an, den Täter zu finden. Atlas lässt sich auf den Deal ein - und ist bald auf der Flucht vor der Polizei, Umweltterroristen und Auftragsmördern ...

Science Fiction & Fantasy
Softcover
Erschienen an: July 30, 2021

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Aktuelle Rezensionen(4)

4.0(17 ratings)
feder_magieRezension von feder_magie

Marie hat dieses Talent, mich für Scifi zu begeistern, obwohl mir das Genre wirklich schwer fällt. Einzig aufgrund meiner schlechten Vorstellungskraft auf diesem Gebiet. Und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Dank Maries einfachen, aber tollen Stil hab auch ich die Zusammenhänge fast immer nachvollziehen können und hatte tolle actionreichen Bilder im Kopf. Es gibt allerdings viel Technologie, zu der meine Gehirnknospen nicht immer ein Bild oder eine Vorstellung senden konnten. Atlas aka Oracle ist eine tolle Protagonistin mit Ecken, Kanten und Vorbildpotential. Durch verschiedenste Plottwists erfährt sie eine interessante Entwicklung, die mich auf Band 2 hibbeln lässt. Die Charaktere sind sehr vielschichtig. Noah, Oracles Auftraggeber, ist das Gegenteil von ihr. Sehr ruhig, aber intelligent und sympathisch. Ruhige Charaktere neigen dazu etwas unterzugehen neben dem starken Charakter und auch das habe ich hier so empfunden. Android Julien, rechte Hand von Oracle, war richtig cool. Unheimlich lieb, gar väterlich unterstützt er Atlas aka Oracle. Die kurzen Kapitel waren angenehm zu lesen und alles in allem hatte ich viel Spaß in der Zukunft, zusammen mit Atlas und Co. Wie ihr wisst, stehe ich total auf erste Sätze und Marie hat sich nach sehr weit oben katapultiert. "Kurz bevor ich sterbe, sehe ich die Sterne."

HannahRezension von Hannah

Spannende Story mit wichtiger Message! 5/5⭐️ Marie Grasshoffs Storys sind immer so genial, dass man nicht denkt man liest ein Buch, sondern schaut nen Film!! War bereits nach den ersten 45 Seiten hin und weg von der Story und ihren Charakteren. Vor allem aber von der Message hinter dem World Building. Und einfach f***ing spannend von Seite 1 an!!!! "Der Dunkle Schwarm" ist nicht nur super actionmäßig spannend, sonder zeigt auch immer wieder wie wunderschön und Schützenswert unser Planet ist! Vor allem auf den letzten Seiten hat Graßhoff so inspirende Worte gefunden, dass ich doch tatsächlichen den Tränen nahe war.🌎

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Also es war nicht schlecht... aber auch kein absolutes Highlight. Für mich lag dies vor allem daran, das die Geschichte an vielen Stellen einfach zu oberflächlich blieb. Sowohl die Gefühlsebene, als auch verschieden Ereignisse. Alles wurde nun ja... abgehandelt und dann ging es weiter im Text. Einerseits kam man so schnell voran, andererseits blieb dabei eben einiges auf der Strecke. Ich finde auch das man sich die Welt, die Graßhoff beschreibt nicht besonders gut vorstellen kann. Es passiert mir so gut wie nie, das ich einfach keine richtige Vorstellung davon bekomme, wie ein Setting aussehen könnte. Hier habe ich tatsächlich erst verstanden, wie die Stadt aufgebaut sein soll, als ich ein Video einer Booktuberin angeschaut hatte in dem sie genau diesen Punkt erläutert. Desweiteren hat Der dunkle Schwarm eigentlich mehrere interessante Charaktere zu bieten. Leider schöpft die Autorin deren Potential einfach nicht aus. Die Polizistin Lora fand ich persönlich eigentlich viel spannender als Atlas. Atlas selbst macht im laufe der Handlung angeblich eine Wandlung durch... Nun ja, ehrlicher weise konnte ich das jetzt nicht unbedingt erkennen. Was daran liegt, das ich nicht fand, das zu Beginn wirklich ganz anders rüber kommt als am Ende. Ehrlicherweise war mir aber auch oft egal, was mit ihr im Besonderen passieren wird. Es kommt auch sehr selten vor, das ich keinerlei Empfindungen gegenüber einer Hauptfigur entwickle. Seien sie nun positiv oder negativ. Hier war es wirklich so, das ich absolute Gleichgültigkeit empfunden habe. Außerdem wurde mir ihre Geschichte auch zu wenig ausgebaut. Sie hat eigentlich eine recht interessante Biografie. Letztendlich blieben die Figuren ehrlicherweise ziemlich blass. Auch die verschiedenen Beziehungen zu einander wurden zwar erzählt, aber auch das wurde nicht lebendig. In weiten Teilen fand ich einige der Ideen wirklich interessant. Vor allem das Konzept der Hives, die Androiden und auch wie diese von verschiedenen Organisationen ausgenutzt werden können. Es war aber auch nervig, das Atlas als einzige soooo besonders ist. Irgendwie hat es das sogar ein bisschen langweilig gemacht und Spannung genommen. Denn Atlas kann ja in jeden Kopf hineinschauen. Gut fand ich aber, das es für sie auch gefährlich sein kann und sie aufpassen muss, sich nicht zu überanstrengen. Etwas befremdlich fand ich, das die große Organisation The Cell so offen terroristisch agieren kann und niemand das wirklich hinterfragt. Die Lösung des Mordfalles fand ich ganz gut, auch wenn ich andere Aspekte die damit in Zusammenhang standen übertrieben fand. Das ging dann zum Teil ins ziemlich kitschige über und wurde mir auch zu wenig vorbereitet. Es passierte halt dann auf einmal und alle Erklärungen kamen ziemlich geballt. Auch wer sonst noch involviert war. Das war alles irgendwie etwas unausgegoren. Ich persönlich finde das die Geschichte insgesamt zu oberflächlich bleibt und ich denke auch nicht, das sie mir lange im Gedächtnis haften wird. Aber für zwischendurch war es schon ok.

BeccaRezension von Becca

Nachdem ich die Neon Birds Reihe der Autorin gelesen habe, war mir klar, dass ich auch "Der dunkle Schwarm" lesen möchte. Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen und ich konnte leicht in die Geschichte eintauchen. Sci-Fi ist eigentlich nicht so mein Genre, aber dennoch konnte dieses Buch mich überzeugen. Ich fand den Aspekt des Aufklärens eines Mysteriums sehr interessant. Manchmal fiel es mir etwas schwer, die Welt zu verstehen, weil ich teils etwas gebraucht habe, um die technischen Neuerungen zu verstehen und die Zusammenhänge sehen zu können, aber das hat sich meist nach ein paar Seiten gegeben. Atlas ist ein sehr interessanter Charakter. Ich mag ihre Art und ihre Weise zu Denken. Auch wenn ihr Denken mit ihrer Fähigkeit zusammenhängt. Sie ist selbstsicher und weiß eigentlich immer, was sie tut. Noah spielt zwar in diesem Buch eine große Rolle, war mir aber an vielen Stellen etwas zu blass. Ich kann nicht wirklich sagen, was er für einen Charakter hat, außer dass er sich viel zurückhält, aber viele Zusammenhänge schnell sieht und versteht. Zwischen den beiden hätte ich mir – auch wenn es keine Liebesbeziehung ist – mehr Dynamik gewünscht. Diese Dynamik war dafür umso mehr bei Julien und Atlas vorhanden. Wie das Ende gekommen ist, habe ich leider auch nicht so ganz nachvollziehen können, weil mir Atlas' Verhalten in Verbindung mit ihrem vorherigen Verhalten nicht so ganz stimmig vorkam. Wer Science-Fiction mag oder es mal probieren möchte, ist hier auf jeden Fall richtig. Mit knapp 350 Seiten ist es eines der kürzeren Bücher und es lässt sich leicht weglesen. Außerdem ist der Fokus definitiv auf der Technik und dem Geschehen und weniger auf den Beziehungen zwischen den Protagonist*innen.

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