Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Schon gleich nach ihrer Geburt hat ihre Mutter sie im Stich gelassen. Und nun beschließt Sophies Vater einfach so, mit ihr zu seiner neuen Freundin nach München zu ziehen. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.
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Den Mund voll ungesagter Dinge
von Anne Freytag
Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Schon gleich nach ihrer Geburt hat ihre Mutter sie im Stich gelassen. Und nun beschließt Sophies Vater einfach so, mit ihr zu seiner neuen Freundin nach München zu ziehen. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.
Aktuelle Rezensionen(4)
"Ich habe den Mund voll ungesagter Dinge. Und ganz egal, wie oft ich sie runterschlucke, sie kommen jedes Mal zurück. Manchmal wünschte ich, sie würden endlich überlaufen. Aber dann lasse ich es doch nicht zu." Ich finde, man merkt am simplen Schreibstil, und natürlich der Hauptfigur Sophie, die selbst noch zur Schule geht, sowie die Art und Weise, wie sie über Themen wie Selbstfindung, Sexismus und Lesbisch-Sein redet, dass das Buch für Jugendliche gemacht ist. Umso fataler finde ich leider den Umgang mit einigen Themen. Zwar sagt Sophie, dass man eigentlich jederzeit „Nein“ zu Sex sagen kann, hat am Ende aber wieder Sex gegen ihren eigenen Willen. Wäre das nicht eine Stelle gewesen, in der man deutlich machen kann, dass man tatsächlich immer „Nein“ sagen kann, und dass man das zu Jungs wie Niklas erst Recht sagen sollte? Statt sein - und noch schlimmer, das ihres bestes Freundes Lukas - Verhalten zu verharmlosen? Btw lesbische Frauen zu fetischisieren ist keine Form von wirklicher Akzeptanz, sondern eben was es ist - fetischisieren. Ich fand alles bezüglich Lukas schrecklich. Ansonsten fand ich die Auseinandersetzungen mit Sex sehr gut und ich denke, viele junge Frauen finden sich darin wieder, einfach mit Männern Sex zu haben, weil es am „normalsten“ wirkt und fast jeder es tut. Dass Sophie den Sex mit den Männern schrecklich fand, muss allerdings nicht heißen, dass sie lesbisch ist - die Männer waren offensichtlich einfach schrecklich. Es ist schön, dass zu der Zeit endlich mal wenigstens über über das „L“ in LGBTQ+ geschrieben wurde, und in vielen Aspekten erkenne ich die Schulzeit und die Probleme junger Menschen darin wieder, beides hätte aber an manchen Stellen angesichts der Zielgruppe besser reflektiert werden können.
At this point lese ich alles was Anne Freytag schreibt. Sie enttäuscht nie! Was für ein wunderbares Buch!
absolutes wohlfühl Buch
Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München, weil dieser sich verliebt hat. Vor Lena gab es nur Sophie und ihren Vater. Und nun ist da diese Frau, ihre zwei Söhne und ein Hund. Alle sind glücklich. Alle? Nein, Sophie nicht. Sophie vermisst ihren besten Freund Lukas, der in Paris lebt. Und ihr altes Haus. Und ihre Mutter, obwohl sie sich an ihre Mutter gar nicht erinnern kann. Und dann lernt sie Alex, das Nachbarsmädchen kennen. Sophie ist endlich so richtig glücklich und kann sich auf einen Menschen so voll und ganz einlassen, bis dann doch ein Kuss alles in Frage stellt. ‚Den Mund voller ungesagter Worte‘ ist mein erster Roman von Anne Freytag. Ich mag, wie Anne Freytag schreibt, ich mag die liebevolle Aufmachung des Buches und die Art, wie Anne Freytag mit viel Gefühl eine Geschichte von Selbstfindung, von großen Gefühlen und Zweifeln erzählt. Besonders faszinierend fand ich, wie tief man in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin Sophie eintaucht. Wie sie mir anfangs etwas zickig und störrisch vorkam. Und wie sie sich dann nicht nur Alex, sondern auch mir als Leserin geöffnet hat. Diese schleichende Entwicklung war so, so schön aufgebaut und beschrieben. Auch Alex wächst ans Herz, genauso wie die Familie rund um Sophie. Ich fand insgesamt alle Charaktere ganz toll gezeichnet. Und obwohl ich das Buch und das Thema des Buches wirklich toll finde, fand ich einige Handlungen nicht nachvollziehbar. So wie ich Sophie anfangs tatsächlich ein wenig störrisch fand, so fand ich dann leider auch einige Dinge, die sowohl sie als auch Alex tun, nicht nachvollziehbar und vollkommen übereilt/unüberlegt/unreflektiert. Und ja, das tut man auch mal. Aber im Kontext der Geschichte war es dann irgendwann – für mich – zu viel des Guten. Auch der Umgang mit dem Thema Sex fand ich einerseits sehr offen und toll, andererseits manchmal auch etwas too much und überzogen. Das passt eigentlich gar nicht zu den beiden Charakteren, wie sie in dem Roman dargestellt werden. Leider kam mir das Ende auch ein wenig zu überhastet, ein paar Fragen blieben mir bis jetzt offen. Für mich ist dieses Buch dennoch ein ganz tolles Jugendbuch, in dem wichtige Themen des Erwachsenwerdens nicht nur angesprochen werden, sondern in denen auch der Tiefgang stimmt. ‚Den Mund voller ungesagter Dinge‘ von Anne Freytag kann man daher auch gut und gerne als Erwachsener lesen. 3.5 Sterne von mir. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von Anne Freytag lesen, denn ihr Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen :).