3.8

Delirium

von Lauren Oliver

Format:Hardcover

Lena lebt in einer Zeit, in der Liebe als Krankheit gilt. Zum Glück haben Forscher aber ein Heilmittel gefunden. Jeder, der 18 ist, wird dem erlösenden Eingriff unterzogen, danach erwartet einen ein sorgenfreies, geregeltes Leben. Auch Lena befindet sich kurz vor ihrem Geburtstag und kann es kaum erwarten. Doch dann lernt sie Alex kennen und verliebt sich. Dieses Gefühl soll eine zerstörerische Krankheit sein? Lena kann es nicht glauben und stellt das langweilige Leben der "Geheilten" immer mehr infrage und kommt hinter das Lügengerüst der Regierung. Als sie schliesslich als "Infizierte" enttarnt wird, versucht sie zu fliehen. - Der dystopische Roman erinnert anfangs stark an den als Schullektüre gern verwendeten "Hüter der Erinnerung" (Lois Lowry). Die Autorin schafft es aber, durch viel Gefühl, Romantik und sympathische Identifikationsfiguren dieses Thema auch heute noch mitreissend aufzubereiten. Trotz reichlich Spannung regt die Geschichte zum Nachdenken an. Oliver ist eine Liebeserklärung an die Liebe und das Leben gelungen! Dieser Auftakt einer neuen Trilogie lässt hoffen. Ab 14

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
17 SeitenHardcover
Erschienen an: 2011

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Aktuelle Rezensionen(9)

3.8(38 ratings)
ElisaRezension von Elisa

Seit über zehn Jahren eine meiner, wenn nicht sogar die Lieblingsreihe. Lese sie gerade noch mal und finde sie immer noch toll. Das erste Buch ist nicht besonders actionreich, was meiner Meinung nach eine Qualität ist. Lauren Oliver fokussiert sich hier darauf, die Charaktere aufzubauen und die innere Welt der Hauptcharakterin mit dem darin ablaufenden Glaubenswandel, für die Lesenden sichtbar zu machen.

CelineRezension von Celine

Dieses Buch ist einfach unglaublich. Nach jedem Lesen muss ich erneut erkennen, dass ich offenbar schwer krank bin. Ich bin erkrankt an der Amor Deliria Nervosa. Und ich kann mir nichts schöneres vorstellen :) Auch beim dritten Lesen dieses Buches hat es mich, wie sagt man so schön, voll erwischt. Ich freue mich sehr die Geschichte endlich als Ganzes zu lesen :) Wohlverdiente 5 Sterne!

SueRezension von Sue

Delirium spielt in einer Welt, in der versucht wird, die Liebe auszusperren. Zu diesem Zweck werden alle Personen ab 18 Jahren einem operativen Eingriff unterzogen, der sie endgültig von derlei Empfindungen befreien soll; sie immun gegen diese Krankheit machen soll. Der Eingriff gilt als zu gefährlich vor dem 18ten Lebensjahr, so dass die Regierung dieser Gesellschaft darum bemüht ist, die Geschlechter bis dahin sorgfälltig zu trennen. Niemand soll sich mit der Krankheit Amor Deliria Nervosa (eben die Liebe) anstecken, da diese als tödlich gilt. Die 17-jährige Lena lebt diese Welt scheinbar geradezu. Sie zählt die Tage bis zu ihrer Heilung und findet schon nur den Gedanken, Kontakt zu einem ungeheilten Jungen zu haben, absolut unvorstellbar. Es lässt sich erahnen, wie ihr Leben aus den Fugen gerät, als sie eines Tages, nur wenige Wochen vor ihrem Eingriff, den 19jährigen Alex kennen lernt. Langsam beginnt ihr Weltbild zu bröckeln und sich ihre Augen und damit der Blick auf ihre Welt zu öffnen. Oder sind das letztendlich doch nur die wahnhaften Symptome der tödlich endenden Amor Deliria Nervosa? <blockquote><i>"Du weißt doch, dass man nicht glücklich sein kann ohne manchmal auch unglücklich zu sein, oder?"</blockquote></i> Delirium war für mich ein Buch, dass mir auch weit nach dem Beenden noch im Kopf rumschwirrt und rumschwirren wird. Solche Zitate und generell der Gedanke daran, wie sich das Leben - vor allem das <i>fühlen</i> - als Geheilter wohl ... ja eben <i>anfühlen</i> mag. Die Liebe ist für mich so allgegenwärtig und bei allem dabei, dass sie in manchen Momenten nicht mal als solche wahrgenommen wird. Wie es wohl ist, nichts mehr für Dinge zu empfinden, die man noch zuvor gerade zu leidenschaftlich ausgeführt hat. Doch nicht nur das ... was ist mit Freundschaft?! Wie schlimm muss es sein, seine Kinder nur aus Pflichtgefühl, ohne weitere tiefgehende Gefühle heraus groß zu ziehen?! Wie kann man mit einem Partner zusammen leben den man ... naja ... eben nicht liebt?! Kann einem noch irgendetwas ... irgendjemand was bedeuten? Ich stelle mir das ähnlich vor wie apathisch in einer Ecke zu hocken, sich in seiner eigenen Blase zurück zu ziehen und nichts mehr von der Welt um sich herum mitzubekommen - ist das nicht die wahre Krankheit? Ein solcher Ausschluss von Empfindungen bedeutet sicher auch, von Schmerz geheilt zu sein. Womit wir aber wieder bei obigen Zitat wären. Braucht es nicht den Schmerz, um auch all die guten Empfindungen wirklich fühlen und wahrnehmen zu können? Für mich war die ganze Geschichte um Lena irgendwie nur ein Nebenschauplatz, weil ich immer wieder zu solchen Gedanken wie den obigen abdriftete. Dennoch war dieser Nebenschauplatz alles andere als lästig. Er plätscherte so neben den eigenen Gedanken einher und beides lenkte sich nicht gegeneinander ab oder störte sich. Wenn gleich mir Lenas Gedanken und Empfindungen anfangs auch völlig fremd und absolut nicht nachvollziehbar erschienen (vielleicht muss man in so einer Welt leben, um ähnlich empfinden zu können) - Hana erschien mir da schon rationaler - kann man mit ihr als Protagonistin gut leben. Letztendlich war es vielleicht auch das, was das Buch so ausmacht. Man hat hier nicht gleich zu Anfang wie so oft den naserümpfenden Märtyrertypen, sondern sieht sich jemanden gegenüber, der völlig konform mit der absurden Welt, in der er lebt, geht. Und erst langsam entwickelt sich der Charakter zu dem Denken hin, das einen selbst oft während des Lesens nicht los lässt. Das lässt das ganze authentischer wirken und auch die Charakterentwicklung bleibt alles andere als auf der Strecke. Einzig das (obwohl vielleicht auch gar nicht soo überraschende) Ende mochte mir nicht so recht gefallen, aber da hoffe ich einfach auf den zweiten Teil und eben darauf, dass die Dinge nicht ganz so sind, wie sie am Ende des Ersten schienen.

RobbiRobRezension von RobbiRob

Super spannend, mit einem schönen Cliffhänger ;)

TawnyRezension von Tawny

Das Buch lag schon jahrelang auf meinem tbr Stapel und nur deshalb ist es mir wieder in die Hände gefallen. Ich bin definitiv nicht mehr die Altersgruppe für das Buch (22), die Charaktere sind recht flach, der Plot vorhersehbar. Das Konzept an sich birgt viel Potenzial, wurde meiner Meinung nach aber leider nicht zu Ende gedacht; alle wirklich spannenden Dimensionen bleiben außen vor. Ich vermisse außerdem den show-don’t-tell Aspekt. Allem in allem aber ganz nett, hätte mir vor 5-10 Jahren sicherlich deutlich besser gefallen. Obwohl sich der Plot an einigen Stellen zieht, ist es wohl für die richtige Zielgruppe trotzdem ein recht kurzweiliges Buch.

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