Empfehlungen basierend auf "Dear Dolly. Die besten Antworten auf die wichtigsten Fragen im Leben"

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von Roxane Gay

Leider liebt sie Rapmusik, das Frauenbild: grauenvoll. Leider liest sie sehr gerne Fashion-Magazine, das Frauenbild: ebenfalls erschreckend. Und ihre Lieblingsfarbe ist leider: pink. In einer Zeit, in der Barack Obama sich als Feminist bezeichnet und sogar Modeimperien den Schriftzug in großer Zahl auf T-Shirts drucken, wahrscheinlich keine gute Idee. Feminismus ist chic geworden und angekommen in der Popkultur. Aber was kann guter Feminismus heute wirklich sein? In ihrem hochgelobten Essayband sprengt Roxane Gay das ideologische Korsett eines guten und starren Feminismus und erklärt sich selbst ironisch zum Bad Feminist – stimmgewaltig, bestechend klug und fern jeder Ideologie unterzieht sie unsere Gegenwart einer kritischen Analyse und zeigt, wie man alles auf einmal sein kann: eine der bedeutendsten Feministinnen der Gegenwart und dabei definitiv nicht perfekt.

von Emily Ratajkowski

Der New York Times-Bestseller jetzt auf Deutsch »Eine kluge und glänzende Essaysammlung« (The Guardian)In My Body, ihrem ersten, begeistert aufgenommenen Buch, offenbart Emily Ratajkowski, was es bedeutet, als Frau erfolgreich zu sein und sich in einer vom »männlichen Blick« geprägten Welt zu beweisen. In ihren ebenso klugen wie schonungslosen Texten hinterfragt Ratajkowski die Kultur der Fetischisierung von Mädchen und weiblicher Schönheit und kritisiert die Misogynie und Machtdynamiken innerhalb der heutigen Unterhaltungsindustrie. Dabei macht sie deutlich, wie schmal der Grat zwischen Stolz und Scham, zwischen Kontrolle und Ohnmacht, zwischen Einvernehmlichkeit und Missbrauch oft ist. Und vor allem zeigt sie, dass sie mehr ist, als nur ein Körper: Ratajkowski ist ehrlich, verletzlich und wütend und macht sich mit My Body zur Verbündeten aller Frauen.

von Elif Batuman

"VON ALLEN AMERIKANISCHEN AUTORINNEN IST ELIF BATUMAN DIE WITZIGSTE." SHEILA HETI Die Bestsellerautorin Elif Batuman ist eine der originellsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Ihr Roman über die junge Literaturstudentin Selin erzählt ebenso witzig wie rührend von der mühsamen Überwindung postpubertärer Scham, von misslungenen ersten Malen und dem völlig verkopften Versuch, erwachsen zu werden. "Entweder/Oder" ist das großartige Porträt einer sehr klugen Frau mit einer sehr komplizierten Gefühlswelt - und eine genauso geistreiche wie lustige Persiflage auf das Akademiker-Milieu. Es ist Selins zweites Jahr an der Harvard-Universität. Sie leidet unter Liebeskummer, möchte Schriftstellerin werden und nimmt seit Kurzem Antidepressiva. So weit, so normal. Doch Selins Problem mit dem Leben ist komplizierter: Sie neigt dazu, alles zu zerdenken, und steht sich dadurch ständig selbst im Weg. Ihr Versuch, sich die Welt über Bücher zu erklären - von Kierkegaard bis Nabokov -, um ja keinen Fuß in die Wirklichkeit setzen zu müssen, liefert Selin keine klaren Ergebnisse. Was ist das soziale Konzept einer Party, wie emanzipatorisch darf, will oder muss ich sein, und warum ist Sex eigentlich so erstrebenswert? Um ihre Fragen ans Leben zu beantworten, begibt sie sich – etwas verkrampft, aber durchaus risikobereit – mitten hinein und gerät dabei an so manchen düsteren Ort ... Ein The New York Times- und The Washington Post-Bestseller Elif Batuman gehört zu den wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur

von Elissa Sussman

Girl Next Door trifft Hollywoodstar – der TikTok-Erfolg jetzt auf DeutschDie junge Journalistin Chani Horowitz bekommt die Chance ihres Lebens: ein Interview mit dem Schauspieler Gabe Parker. Aus einem kurzen Gespräch wird ein gemeinsames Wochenende, und Chanis Reportage bringt ihre Karriere in Schwung. Doch was wirklich zwischen ihr und Gabe passiert ist, behält sie für sich. Zehn Jahre später hat Chani noch immer Schmetterlinge im Bauch, wenn sie an ihre erste und einzige Begegnung mit Gabe denkt. Als sie ihn erneut interviewen soll, kann sie nicht widerstehen. Sie muss einfach herausfinden, ob die 72 Stunden, die sie miteinander verbracht haben, für ihn genauso unvergesslich waren wie für sie …»Sexy und emotional, lustig und romantisch.« Booklist»Ein absoluter Volltreffer!« Publishers Weekly»Sie werden dieses Buch verschlingen! Herrlicher Wortwitz, heiße Romantik und eine Liebesgeschichte, die ins Kino gehört.« Kate Spencer (SPIEGEL-Bestsellerautorin)Für alle, die diese Tropes lieben:•Celebrity romance•Second chance

von Szilvia Molnar

»Eine Mutter im Wochenbett steht am Anfang unser aller Leben. Was in ihrem blutenden Körper, was in ihrem Geist passiert, den Stillen und Windelwechsel in endlosen Wiederholungsschleifen unterfordern, ist gesellschaftlich relevant – so wie dieser Roman.«

von Hengameh Yaghoobifarah

»Scharfsinnig, eigenwillig, politisch und immer komisch. Das perfekte Buch für zwischendurch.«

von Matt Haig

Matt Haigs Kompendium so liebevoller wie tiefgründiger Texte besticht mit Selbsterkenntnis, Akzeptanz und dem feinfühligen Blick für das, was uns zum Menschen macht.Matt Haigs hier versammelte Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen sind mal Ausdruck von Verzweiflung, mal von Hoffnung - ihn selbst haben sie durch die schwere Zeit seiner Depression getragen und ihm Halt gegeben. Dabei beeindrucken sie nicht nur mit einem tiefen Verständnis seiner eigenen Gefühlswelt, sondern sind zugleich so berührende wie anregende Erkenntnisse darüber, was uns alle in unserem Innersten verbindet. Seine kurzen Texte sind eine tägliche Anregung, unsere Ängste, unseren Schmerz und unsere Wünsche mit anderen Augen zu sehen. Tiefsinnig und zugleich leichtgängig vermitteln sie Hoffnung und sind eine Einladung, uns selbst besser kennenzulernen. Matt Haigs Buch ist ein täglicher Begleiter, der uns zeigt, dass wir nicht allein sind, wenn der Schmerz unerträglich scheint und uns wieder die schönen Seiten des Lebens sehen lässt.

von Jia Tolentino

Tolentino ist eine originelle, lebenskluge Beobachterin unserer Gegenwart.

von Charlotte Wood

Es geschah nicht zum ersten Mal, dieses Aufwachen im fahlen Licht des frühen Morgens, erfüllt von dem stillen, aber drängenden Wunsch, in die Kirche zu gehen. Ein Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten, ganz zweifellos. Frontalhirnschädigung, Frömmigkeit, Angst vor dem Tod, alles ein und dasselbe. Jude hatte da keine Illusionen.Diese Sehnsucht – war es eine Sehnsucht? Sie war ihr ein Rätsel, ein Beharren in ihrem Inneren, eine Art Schmerz, der kam und ging, vertraut und doch immer noch überraschend und mächtig, wenn er sich einstellte. Wie die Arthritis, die in ihrem Daumengelenk aufflammte. Der springende Punkt war, dass dieses Gefühl nichts mit Weihnachten oder mit sonst etwas in ihrem wachen Leben zu tun hatte. Es kam aus der Welt des Schlafes, entsprang ihrem träumenden Ich.Anfangs hatte dieses Gefühl sie beunruhigt, aber jetzt gab Jude sich ihm hin. Am Morgen vor Heiligabend lag sie in ihrem weißen Bett und stellte sich den kühlen, dunklen Innenraum einer Kathedrale vor, wo sie vielleicht allein wäre, willkommen geheißen von einer unsichtbaren, samtigen Macht. Sie sah sich dort knien, sah sich den Kopf auf die uralte Holzbank vor sich legen und die Augen schließen. Es war friedlich, in diesem stillen Raum ihrer Vorstellung.Frontalhirnschrumpfung, ganz zweifellos. In ihrem Alter unvermeidlich.Sie stellte sich die weichen, grauen Halbkugeln ihres Gehirns vor und musste an Lammhirne auf einem Teller denken. Hirn hatte sie immer gern gegessen, es gehörte zu den Gerichten, die sie oft bestellte, wenn sie mit Daniel essen ging. Aber beim letzten Mal hatten die drei zarten, winzigen Dinger, angerichtet auf einem rechteckigen Teller, sie angeekelt. Sie waren so klein, dass sie auf einen Dessertlöffel gepasst hätten, und in diesem angesagten türkischen Restaurant wurden sie sozusagen schmucklos serviert, nicht versteckt unter Panaden oder Garnierungen: Einfach drei nackte, pochierte Kleckse auf Grünzeug. Sie aß, natürlich aß sie, das gehörte zu ihren Prinzipien. Man lehnte nichts Angebotenes ab, schon gar nichts selbst Gewähltes. Doch beim ersten Bissen zerschmolz das Ding in ihrem Mund, zu gehaltvoll, wie streichzarte Butter, lauwarm und blassgrau, farblich und geschmacklich wie Motten – oder wie der Tod. In jenem Augenblick zeichnete der Schock ihr ein Bild von drei Lämmern, jedes mit eigenem Bewusstsein, eigenen Empfindungen, individuellen Freuden und Leiden. Danach konnte sie nicht mehr weiteressen und überließ Daniel den Rest. »Ich will nicht sterben«, hätte sie am liebsten gesagt.Natürlich sagte sie das nicht. Stattdessen fragte sie ihn nach dem Roman, den er gerade las. William Maxwell oder William Trevor? Sie verwechselte die beiden oft. Daniel war ein leidenschaftlicher Leser. Ein echter Leser. Der sich über Männer lustig machte, die keine Romane lasen, also über fast alle, die er kannte. Sie hätten Angst vor irgendetwas in sich selbst, sagte er. Angst, sich lächerlich zu machen, nicht zu verstehen – oder, wahrscheinlicher, Angst vor dem Gegenteil: dazu gebracht zu werden, sich selbst zu verstehen, und das sei ihnen unheimlich. Daniel schnaufte verächtlich. Sie behaupteten, keine Zeit zum Lesen zu haben, was ja wohl ein Witz war.Jude zog das Laken bis zum Kinn hoch. Der Tag fühlte sich jetzt schon stickig an, die Baumwolle kühlte ihren klebrigen Körper.Was wäre, wenn sie eines Morgens nicht aufwachte? Wenn sie eines Nachts in ihrem Bett starb? Niemand würde es merken. Tage würden vergehen. Irgendwann würde Daniel anrufen und sie nicht erreichen. Und dann? Sie hatten nie darüber gesprochen, was zu tun wäre, wenn sie in ihrem Bett starb.Letzte Weihnachten war Sylvie noch da, diese nicht – und jetzt sollten sie das Haus in Bittoes entrümpeln. Nehmt euch, was ihr wollt, hatte Gail aus Dublin in einer E-Mail geschrieben. Betrachtet es als Ferien. Wie man im Zusammenhang mit der Auflösung des Hauses einer toten Freundin an Ferien denken konnte, war Jude unbegreiflich. Aber es war nun mal Weihnachten, und Gail hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie nach Irland abgezischt war und es ihnen überlassen hatte. Von daher. Nehmt euch, was ihr wollt.Es gab nichts, was Jude wollte. Von den anderen wusste sie es nicht.Sylvie lag seit elf Monaten unter der Erde.Die Trauerfeier hatte im Restaurant stattgefunden (nicht mehr wiederzuerkennen, nichts außer dem Namen war geblieben). Es hatte wunderbares Essen und guten Champagner gegeben, gute Reden. Wendy hatte wundervoll gesprochen, ehrlich, poetisch. Gail war von einem stummen, schrecklichen Schluchzen geschüttelt worden und Sylvies armer, trauriger Bruder Colin, der neben Gail saß, zu keiner tröstenden Geste fähig gewesen. Er war einundachtzig, hatte im Golfclub ihrer Heimatstadt als Greenkeeper gearbeitet, war dort geblieben, als der Rest der Familie das Städtchen längst verlassen hatte, und war nie darüber hinweggekommen, dass seine Schwester lesbisch war.Zum Schluss landete Sylvie an einem Ort, den niemand erwartet hatte: Sie bekam eine altmodische Beerdigung in Mona Vale, neben ihren Eltern. Jude, Wendy und Adele waren mit Colin und Gail hingefahren, und mit Andy und Elektra von früher. Sie hatten mit dem mitfühlenden Priester (Ein Priester! Für Sylvie!) auf dem heißen Friedhof gestanden. Jude hatte eine Handvoll Erde genommen und ins Grab geworfen. Seltsam, dass sie das nach all den Jahren zum ersten Mal tat, oder auch nur sah, wie jemand es tat, außer in einem Film. Sie kam sich albern vor, als sie im Dreck niederkauerte und mit ihren lackierten Nägeln in der trockenen, kiesigen Erde scharrte, aber als sie sich aufrichtete und die Erde auf Sylvies Sarg hinabregnen ließ, ergriff sie ein furchtbarer Kummer, stieg in ihrem Körper hoch und flog hinaus in das ohrenbetäubende, helle Rauschen der Zikaden.Sylvie war tot und empfand keinen Schmerz mehr. Sie hatten sich verabschiedet. Es gab nichts zu bedauern, trotzdem lag sie da drin, in dieser Kiste, unter dem Gewicht dieser ganzen Erde, in der ihr kalter kleiner Körper verweste.Gail sagte, zum Schluss habe sie friedlich ausgesehen. Aber das hatte nichts mit Frieden zu tun, sondern mit dem Fehlen von Muskeltonus, von Leben. Der Tod ließ einen jünger aussehen, das war eine Tatsache. Jude hatte inzwischen sechs oder sieben Tote gesehen, und ihre Gesichter hatten sich alle geglättet, nachdem das Leben aus ihnen gewichen war, und sie hatten ausgesehen wie ihr viel jüngeres Ich. Ein oder zwei sogar wie Babys.Wie lange brauchte ein Körper, um zu verwesen? Sylvie hätte bei dieser Frage gekreischt: Ist ja gruselig, Jude!Der Deckenventilator in ihrem Schlafzimmer drehte sich langsam, tickend, über ihr. Ihr Leben war sauber und klar, klar wie die weißen Ventilatorblätter, die unbeirrt durch die widerstandslose Luft glitten. Das sollte ihr ein Trost sein. Es war ihr ein Trost. Die Zimmer ihrer Wohnung waren nicht mit Vergangenheit vollgerümpelt. Niemand würde sich für Jude durch staubige Kartons und Schränke voller Kram und Krempel wühlen müssen.Sie lag in ihrem Bett und dachte an Kathedralen. Und an Tiere. Ratten unter den Bodendielen, Kakerlaken, die sich hinter den gekreuzten Knöcheln und blutenden Füßen gipserner Jesusfiguren tummelten. Sie dachte an dunkle, bösartige kleine Vögel, an die gedämpften, schwachen Geräusche von Kreaturen, die in den Hohlräumen zwischen Steinen und Verputz, Decken und Dachbalken starben. Sie dachte an deren Kot, der austrocknete und hart wurde, und daran, was wohl aus der Haut, dem Fell und den Organen wurde, die ungesegnet in den Höhlungen von Dächern verrotteten.Natürlich würde sie nicht in die Kirche gehen, schließlich war sie weder dumm noch feige.Stattdessen würde sie zum Fleischer fahren, danach zum Lebensmittelladen und zur Haushaltswarenhandlung, um noch ein paar letzte Putzmittel zu besorgen, und schließlich würde sie ganz ohne Hast die Autobahn zur Küste nehmen, und nachmittags würden die anderen eintreffen.Es war kein Urlaub, hatten die drei Frauen sich gegenseitig gemahnt, aber eigentlich war diese Mahnung für Adele bestimmt, die sich beim ersten Anzeichen von Arbeit verkrümeln würde. Adele würde absolut nutzlos sein, doch sie konnten sie nicht ausschließen.Es waren nur drei Tage. Eigentlich eher zwei, da Einkäufe, Fahrt und Ankunft den größten Teil des heutigen Tages in Anspruch nehmen würden. Am zweiten Weihnachtstag würden die beiden anderen schon wieder abreisen und Daniel kommen. Jude beobachtete das geschmeidige Dahingleiten der Ventilatorblätter. Genau so würde sie sein; gleichmütig würde sie durch die Stundengleiten, bis Adele und Wendy wieder abreisten. Sie würde die üblichen Dinge nicht an sich heranlassen; dafür waren sie alle zu alt.

von Ronja von Rönne

Hella war Schlagerstar, Juli ist ein depressiver Teenager. Beide möchten sich umbringen. Wie es Ronja von Rönne gelingt, die beiden Frauen wieder ins Leben zu schubsen, ist rasant und komisch und berührend.