3.8

Das späte Leben

von Bernhard Schlink

Format:Hardcover
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Martin, sechsundsiebzig, wird von einer ärztlichen Diagnose erschreckt: Ihm bleiben nur noch wenige Monate. Sein Leben und seine Liebe gehören seiner jungen Frau und seinem sechsjährigen Sohn. Was kann er noch für sie tun? Was kann er ihnen geben, was ihnen hinterlassen? Martin möchte alles richtig machen. Doch auch für das späte Leben gilt: Es steckt voller Überraschungen und Herausforderungen, denen er sich stellen muss.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: December 13, 2023

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Aktuelle Rezensionen(9)

3.8(47 ratings)
JulianRezension von Julian

Bernhard Schlinks Schreibstil ist auch in diesem Roman deutlich hervorzuheben: ruhig, klar, kontrolliert und sprachlich präzise. Die Gedanken des Protagonisten – besonders in den Rückblenden – sind ausführlich angelegt, nicht immer leicht nachzuvollziehen, aber konsequent durchdacht. Man merkt, dass hier ein Autor schreibt, der genau weiß, was er sagen will, auch wenn der Weg dorthin stellenweise anspruchsvoll ist. Inhaltlich wirkt vieles glaubwürdig: die Gefühle, das Zögern, die Entscheidungen und das Handeln der Figuren sind nachvollziehbar und lebensnah. Gleichzeitig bleibt eine gewisse Distanz. Szenen werden klar und deutlich beschrieben, doch oft enden sie genau in dem Moment, in dem emotionale Tiefe entstehen könnte. Diese Tiefe wird eher angedeutet als ausgeführt – vielleicht auch, weil das Thema an sich bereits eine enorme Schwere und Tiefe mitbringt. Der Roman verlangt vom Leser, mitzudenken, Leerstellen selbst zu füllen und eigene Emotionen hineinzulegen. Das funktioniert, muss man aber mögen. Besonders spürbar ist die Ernsthaftigkeit des Themas, die den gesamten Text durchzieht. Das späte Leben ist keine leichte Lektüre, keine Strandlektüre und nichts für zwischendurch, sondern eher ein Buch für ein ruhiges Wochenende, an dem man bereit ist, sich auf schwere Fragen einzulassen. Es ist ohne Zweifel ein gutes Buch – keines, das man abbrechen möchte oder müsste. Gleichzeitig ist es auch kein Roman, den man unbedingt gelesen haben muss. Was bleibt, sind einige kluge, schöne Gedanken, die man für sich mitnehmen kann, und ein insgesamt stimmiges, wenn auch bewusst zurückhaltendes literarisches Erlebnis.

lisaRezension von lisa

Ein Buch, dass von Beginn an das Herz berührt und Fragen stellt, die wohl alle in sich tragen.

heikeRezension von heike

es ist das erste buch von Schlink, das ich gelesen habe. ich habe es überhaupt nur gelesen, weil ich eine rezi darüber schreiben sollte. sein stil hat mir gut gefallen. das thema ist tod und damit natürlich sehr schwer. ich fand seine herangehensweise sehr gelungen, gar nicht tragisch oder herunterziehend. daher kann ich es weiterempfehlen, auch wenn ich generell nicht gern traurige bücher lese.

NaneRezension von Nane

Ich liebe den literarischen Schreibstil von Bernhardt Schlink. Jedoch hat mich dieses Buch nicht komplett überzeugt. Ich fand leider die Protagonisten nicht besonders sympathisch und die Geschichte war für mich nicht besonders greifbar.

CeyloRezension von Ceylo

Es ist mal wieder ein wunderschön geschriebener Roman von Bernhard Schlink, wie sollte es auch anders sein. Es waren die Briefe die mich verzaubert haben. Die Art wie Martin über die Liebe geschrieben hat. Über Gerechtigkeit und Gott. Wie er als passionierter Dozent sich artikulierte und wie er mit seiner so kühlen und sachlichen Frau umging und jeden kleinen Hauch von Zuneigung und Liebe wie ein Schwamm aufsog. Es war seine Liebe zu seinem Sohn die das Buch getragen hat. Der Grund weshalb er sich für die noch verbleibenden Wochen entschied. Für die Schmerzen anstatt den erlösenden Suizid. Mich begleitete tatsächlich eine Frage die Hälfte des Buchs über, nämlich ob er sie auf ihre Affäre ansprechen würde. Und dann tat er es. Aber so völlig grolllos, ohne Eifersucht bloß aus Sorge und Hingabe. Er wollte sie wissen lassen, dass wenn er geht die Welt sich weiter dreht. Er wollte Ulla und David bloß behütet wissen. Das war deine letzte Sorge. Dass sie weiterleben solle. Und das einzig wichtige die Zukunft ist, von welcher er kein Teil mehr sein wollte. Er konzentrierte sich auf die Zukunft, obwohl er so viele Jahre seinen Kopf in die Vergangenheit steckte und diese so sehr schätzte. Er wuchs über sich hinaus, auch wenn er schließlich starb. Das Leben war nunmal nicht gerecht.

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