4.1

Das Schwarz an den Händen meines Vaters

von Lena Schätte

Format:Hardcover
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Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest die Reste ausgetrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: March 12, 2025

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Aktuelle Rezensionen(11)

4.1(95 ratings)
Anne 🌿Rezension von Anne 🌿

Ich musste mich danach erstmal hinsetzen… Obwohl es bei manchen Kapiteln sehr schwer war, die Zeit einzuordnen, hat es mich am Ende doch einfach nur mit in die Tiefe gerissen. Unverschönt, realitätsnah, rau. Ein Buch, was mich noch lange verfolgen wird, denn manche Sätze hallen noch immer in mir wider. “Der Vater, den ich nicht zurückbekommen habe” Denn es ist wie es ist: Durch solche Aktionen zerstört man nicht nur sein eigenes Leben, sondern vernarbt auch das weiterer Generationen. (Ein sehr gutes Buch, doch für ein “Lieblingsbuch” hat es einfach zu sehr wehgetan)

ChristophRezension von Christoph

Eine eingehende Geschichte, die klar macht, welchen desaströsen Einfluss die gesellschaftlich anerkannte und verharmloste Droge „Alkohol“ auf sowohl das eigene Leben als auch das Leben in der Familie hat. Einfach zu lesen, jedoch hatte ich erwartet, dass das Buch einen noch tiefer und härter trifft.

RobinRezension von Robin

– im Fokus: Vater-Tochter-Beziehung – wichtige Themen: u.a. Alkoholismus, Spielsucht, Armut, häusliche Gewalt, Tod – kurze Kapitel → angenehmer Lesefluss – Zeitsprünge: Einblicke in die Kindheit, Jugend und das Erwachsensein der Ich-Erzählerin Motte – nicht chronologisch erzählt, aber trotzdem nachvollziehbar und nicht verwirrend – fesselnd, bewegend, intensiv, schmerzhaft – ein Buch, das nachhallt

Daniela WigbelsRezension von Daniela Wigbels

Tolles Buch! Ich hätte mir sehr eine Entwicklung gewünscht - auch wenn es realistischer ist, dass Motte nicht plötzlich gesund ist, aber für fünf Sterne fehlt mir dann final ein bisschen die Erkenntnis. Aber ganz toll geschrieben.

Jane Dvorskaya Rezension von Jane Dvorskaya

In diesem Roman begleitet man Motte, die als Ich-Erzählerin von ihrer Beziehung zu ihrem alkoholkranken Vater erzählt. Die Autorin schreibt kraftvoll und atmosphärisch dicht – man spürt schnell, wie viel Liebe, Schmerz und alte Wunden in dieser Verbindung stecken. Trotzdem hat mich das Ganze nicht völlig vom Hocker gerissen. Die ständigen Zeitsprünge haben mich immer wieder rausgebracht, und über Mottes eigenes Leben erfährt man nur wenig. Trotzdem bleibt ein berührendes, feinfühliges Buch über Familie, Abhängigkeit und die Kunst, loszulassen.

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