Für Daisy und Maya steht das Leben für Freiheit, Freundschaft und lange Nächte voller Möglichkeiten. Doch nach einem besonders bedauerlichen One-Night-Stand mit James, dem ungehobeltesten Typen aus ihrem Freundeskreis, der sogar stolz darauf ist, noch nie geweint zu haben, beginnt Daisy zu zweifeln: Warum gibt es so viele kluge, tolle Frauen - und so wenige passende Männer? Die Antwort heißt: eine radikale Neuerfindung des Datings. Als erstes Versuchsobjekt dient James - eher Baustelle als idealer Partner, aber überraschend offen für Veränderungen. Nur dass Gefühle sich nicht optimieren lassen. Kann Daisy etwas Echtes zulassen - auch wenn es nicht perfekt ist?
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Das Projekt
von Annie Lord
Für Daisy und Maya steht das Leben für Freiheit, Freundschaft und lange Nächte voller Möglichkeiten. Doch nach einem besonders bedauerlichen One-Night-Stand mit James, dem ungehobeltesten Typen aus ihrem Freundeskreis, der sogar stolz darauf ist, noch nie geweint zu haben, beginnt Daisy zu zweifeln: Warum gibt es so viele kluge, tolle Frauen - und so wenige passende Männer? Die Antwort heißt: eine radikale Neuerfindung des Datings. Als erstes Versuchsobjekt dient James - eher Baustelle als idealer Partner, aber überraschend offen für Veränderungen. Nur dass Gefühle sich nicht optimieren lassen. Kann Daisy etwas Echtes zulassen - auch wenn es nicht perfekt ist?
Aktuelle Rezensionen(3)
Eine authentische RomCom der anderen Art So richtig kommen sehen habe ich die RomCom ehrlicherweise nicht - zumindest in ihren etwas klischeebehafteten Ausläufern zum Ende hin. Trotz ein paar Längen war ich insgesamt aber gut unterhalten und habe vor allem James sehr ins Herz geschlossen. Annie Lord schreibt mit einem wirklich tollen Humor, der ihrer Protagonistin auf den Leib geschneidert ist. Es ist die Art von Humor, bei der ich schon beim Lesen wusste, dass sie nicht alle verstehen werden. Und genau das vermittelt die Autorin auch ganz feinfühlig in ihrem Roman. Daisy ist - durchaus typisch für eine Mittzwanzigerin - viele Stunden am Tag mit ihren Unsicherheiten beschäftigt. Sie ist so sehr davon überzeugt, dass sie nur das richtige Buch gelesen oder das perfekte Äußere erreicht haben muss, um einem potenziellen Partner endlich zu gefallen, dass sie kaum noch Raum zum Leben hat. Das halte ich für schmerzlich authentisch, habe aber auch gemerkt, dass ich dem mittlerweile so sehr entwachsen bin, dass ich es streckenweise etwas langatmig fand. Dennoch finde ich die Figurengestaltung gelungen, sodass sie vielen jüngeren Frauen sicherlich nahegehen wird. Daisy kann sich nur bei ihrer besten Freundin Maya so richtig fallen lassen und ich habe diese Freundinnenschaft sehr geliebt. Ebenso lieb gewonnen habe ich den auserwählten Mann für das titelgebende Projekt: James, der eigentlich ein eher problematisches Arschloch zu sein scheint, sich aber zu einer toll geschriebenen Green Flag mausert. Ich kann nicht so recht sagen, ob ich seine Entwicklung glaubwürdig fand, in jedem Fall hat sie mir aber gut getan. Sein Einfluss auf Daisys Selbstwahrnehmung wurde von Annie Lord literarisch hervorragend umgesetzt. Und auch insgesamt finde ich, dass die Autorin hier eine wirklich moderne RomCom geschrieben hat, die sich von anderen abzuheben vermag. Besonders die stark politische Komponente, die sich immer wieder in die Erzählung eingräbt, bewerte ich positiv. Am Ende war mir die Geschichte dann doch etwas zu dicht, während sie vorher phasenweise eher dahinplätscherte, aber insgesamt mochte ich den Roman. Vor allem sein Humor, die direkte Sprache und die äußerst menschlichen Figuren haben mich überzeugt. Empfehlung für alle, die kein Problem damit haben, noch einmal in das von Unsicherheiten geprägte Alter von Mitte 20 abzutauchen.
Tiefgründiger und authentischer als gedacht „Das Projekt“ ist modernes Dating, Single- und Beziehungsdrama auf den Punkt gebracht und von Autorin Annie Lord in eine ebenso humorvolle, wie resolute Story gepackt, in der es in erster Linie um die zwei Freundinnen Daisy und Maya geht. Beide Frauen sind Single und sich in einem Punkt einig - Für die ganzen klugen und tollen Frauen Londons gibt es einfach zu wenig passende, anständige Männer! Da muss doch was zu machen sein und so starten die zwei ein aberwitziges „Umerziehungs“-Projekt… Zunächst einmal muss ich unbedingt den überaus humorvollen und sehr direkten Schreibstil der Autorin hervorheben, der es einem nicht nur sehr leicht gemacht hat neugierig am Ball zu bleiben, sondern auch immer wieder für tiefe Schmunzler und Momente des Selbsterkennens gesorgt hat. Auch wenn das Projekt natürlich insgesamt ziemlich unrealistisch und irgendwo auch anmaßend ist, so fand ich die darin inbegriffene Auseinandersetzung mit den eigenen, treibenden Gedanken und den psychologischen Hintergründen doch sehr gelungen. Wenn auch nur oberflächlich abgehandelt, so regt es den ein oder anderen, neben all dem Witz und der Übertreibung, sicher doch auch zum Nachdenken an. Insbesondere weil ich die Figuren alles in allem sehr authentisch und die Situationen nachvollziehbar fand. Fazit: Eine wirklich nette und unterhaltsame Story, die unter der Oberfläche auf jeden Fall sehr viel tiefgründiger und authentischer ist, als von mir gedacht. Mir hat’s gefallen!
Ich habe den Prolog von „das Projekt“ gelesen und habe den Einstieg total geliebt. Dieses beschämte Aufwachen nach einem ONS und das anschließende Rausschleichen, bei dem man nichts sehnlicher wünscht, als dass der andere es nicht bemerkt und man ohne dieses weirde „Was-War-Das?“ abhauen kann und am besten nie wieder über diese Nacht spricht. Das war für mich total realistisch dargestellt und ich habe mir hier schon einen ersten Lacher unterdrücken müssen. Als dann jedoch die „richtige Geschichte“ mit Kapitel 1 begann, ist meine einstige Begeisterung relativ schnell zugrunde gegangen. Denn ab hier erlebt man Daisy nur noch als Träumerin und bekommt als Leser den Eindruck, dass sie einen völlig falschen Blick für die Realität hat. Auch dass die Kapitel so ellenlang sind (also ungefähr 40 Seiten) hat mich total gestört. Als dann die Party stattfindet, auf welcher Fin mit einer neuen auftaucht, wird ihr bewusst, dass sie sich die ganze Zeit alles nur eingebildet bzw. Sein Verhalten schön geredet hat. Doch anstatt dann traurig und wütend zu sein, schnappt sie sich den nächstbesten (James) und springt mit ihm in die Kiste. Das passt für mich überhaupt nicht zusammen und war auch anhand davon, wie man Daisy zuvor kennengelernt hat, eher unwahrscheinlich. Während der nächsten Kapitel, werden immer alle Männer über einen Kamm geschert („alle Männer sind so“) und James soll als „Projekt“ hinhalten. Das „Projekt“ klang vom Klappentext für mich ganz anders und ich hatte völlig andere Erwartungen an den Roman. So erhielt ich außer viel „Mimimi“ und Männerhass leider wenig charakterliche Entwicklungen und auch nicht die Geschichte, die ich mir erhofft habe. Schade, aber ich habe dann nach 150 Seiten entschieden, dass ich hier nicht weiterlesen möchte.