Empfehlungen basierend auf "Das Mädchen mit dem Poesiealbum"
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von Marco Balzano
Eine zu Herzen gehende Geschichte aus Südtirol, eine Ermutigung zum Widerstand
von Hélène Gestern
Der Erste Weltkrieg und 100 Jahre danach - berall dieselbe Sehnsucht nach Frieden und MenschlichkeitElisabeths Leben ndert sich schlagartig, als sie unerwartet ein Bndel alter Briefe und dazu ein verwunschenes Haus fernab von Paris erbt. Die junge Historikerin taucht ab in die rtselhaften Briefe, die Alban von der Front des Ersten Weltkriegs seinem Dichterfreund Anatole schrieb. Auf der Suche nach Antworten findet Elisabeth Erinnerungen von Zeitzeugen, Tagebcher und verblffende Fotos aus dem Krieg. Ihre Recherche fhrt sie von Paris ber Brssel nach Lissabon und immer wieder zurck in ihr friedliches Landhaus, wo sie nach und nach ein Mosaik aus Lebensgeschichten zusammensetzt, voller Leid, Liebe und Hoffnung. Ein bewegender wie spannender Roman ber das 20. Jahrhundert.
von Hera Lind
"1970, ein abgelegener Bauernhof in der Steiermark: Hier wird das zweieinhalbjährige Heimkind Steffi vom Jugendamt als Pflegekind untergebracht. Die Kinder des Bauern leben wie die Maden im Speck, die Pflegekinder müssen unter sklavenähnlichen Umständen bis zur Erschöpfung täglich barfuß schuften, sogar im Stall übernachten. Bei kleinsten Vergehen wind Steffi geschlagen und muss zur Strafe stundenlang auf Holzscheiten knien. Dann lernt sie eine noch größere Grausamkeit kennen. Da ist sie neun. Als sie schwanger in ein Kloster flüchtet, nimmt ihr Leben eine dramatische Wende..." --
von Kristina Gorcheva-newberry
"EIN ATEMBERAUBENDER DEBÜTROMAN." PUBLISHERS WEEKLY Was bedeutet es, in den letzten Jahren der Sowjetunion erwachsen zu werden - in einem Staat kurz vor dem Zerfall? Dieser Roman verwebt auf beeindruckende Weise die turbulente Geschichte eines Landes mit dem Schicksal einer verlorenen Jugend und erzählt dabei von einer unerschütterlichen Freundschaft zweier Mädchen zwischen Unsicherheit und Aufbruch. Anja und ihre beste Freundin Milka wachsen in den Achtzigerjahren am Stadtrand von Moskau auf. Während ihre Eltern gezeichnet sind von den Entbehrungen der Vergangenheit, blicken die beiden Mädchen einer Zeit der Umbrüche und Reformen entgegen. Frech und lebenshungrig versuchen sie, jeden Schnipsel westlicher Popkultur in die Finger zu kriegen. «We Are the Champions» ist für sie mehr als nur ein Lied, es ist eine Parole. Aber Anjas Jugend nimmt durch eine unerwartete Tragödie ein jähes Ende – und gleichzeitig der Staat, der ihr Zuhause bedeutet hat. Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs beschließt sie, zum Studieren in die USA zu gehen und dort zu bleiben. Doch beim Versuch, sich im Sehnsuchtsland ihrer Jugend eine neue Heimat aufzubauen, merkt sie, dass sich die eigene Herkunft nicht einfach abschütteln lässt und ein Neuanfang nur möglich ist, wenn die Geister der Vergangenheit begraben sind. Eine zeitlose Geschichte darüber, was politisches Erbe für den Einzelnen bedeutet Sinnlich – explosiv – hoffnungsvoll Für die Leser:innen von Nino Haratischwili und Katerina Poladjan
von Lana Atakisieva
Lana Atakisieva ist Polizeioberkommissarin in einem der anspruchsvollsten Abschnitte Deutschlands und fährt Streife in Berlin-Neukölln. Bewegend erzählt die Polizistin von ihrer Lebens- und Familiengeschichte, aber auch von dem, was Polizeiarbeit für sie persönlich bedeutet. Wie der Alltag auf Streife aussieht, warum der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen so wichtig ist und was es heißt, als eingewanderte Frau in Deutschland Fuß zu fassen.
von Teresa Simon
Karriere oder Familie?September 1965: Malou Graf kämpft darum, in ihrem Beruf als Reporterin weiter Erfolg zu haben. Sie schreibt mit viel Feingefühl und Empathie, entlockt ihren Gesprächspartnern private Informationen, ohne sie bloßzustellen. Bald wird sie als »Gräfin der Gesellschaftskolumnen« bekannt. Romy Schneider, die Rolling Stones, Roy Black: Sie alle reißen sich förmlich darum, von ihr interviewt zu werden. Als sie Mutter wird und versucht, die angeschlagene Beziehung zu ihren Eltern zu kitten, erfährt Malou auf schmerzhafte Weise, wie schwierig es als Frau ist, Karriere und privates Glück zu vereinen. Muss sie eine Entscheidung fällen? Kann sie das überhaupt?
von Emilia Smechowski
Wohin treibt ein zerrissenes Land? Emilia Smechowski, Deutsche und Polin, zeigt uns unser Nachbarland. Lange glaubten wir im Westen: Polen ist frei und demokratisch, ein junges europäisches Land im Start-up-Modus. Dann wählte die Mehrheit rechtskonservativ – und unser Bild zerbrach. Für Emilia Smechowski ist Polen Heimat – eine Heimat, die sie als Kind verließ und in die sie nun zurückkehrt, um dort zu leben, als Bürgerin des Landes. Sie beschreibt eine zerrissene Nation: Der Riss geht durch die Familien, er ist präsent, wenn beim Sonntagsessen über Politik gestritten oder geschwiegen wird. Smechowski erzählt vom Alltag voller Widersprüche, sie spricht mit Politikern wie Bauern, um zu verstehen: Was ist seit 1989 passiert, dass so viele Menschen nicht mehr an den Wert der Freiheit glauben?
von Herta Müller, Angelika Klammer
Ich stehe (wie so oft) auch hier neben mir selbst." So begann Herta Müller ihre Tischrede nach der Verleihung des Nobelpreises. In einem langen Gespräch mit Angelika Klammer erzählt sie von ihrem ungewöhnlichen Lebensweg, der vom Kind, das Kühe hütet, bis zur weltweit bekannten Schriftstellerin im Stadthaus in Stockholm führt. Sie erzählt von der Kindheit in Rumänien, vom Erwachsenwerden und dem erwachenden politischen Bewusstsein, von den frühen Begegnungen mit der Literatur, den Konflikten mit der Diktatur des Kommunismus und dem eigenen Weg zum Schreiben. Mit ihrem Bericht vom Ankommen in einem neuen Land fällt auch ein ungewohnter Blick auf das Deutschland der 80er und 90er Jahre und auf die Gesellschaft, in der wir heute leben. (Quelle: books.ch).
von Erika Pluhar
Nelly, die 54jährige Pragerin, ist zum ersten Mal in Wien, der Heimatstadt ihrer Mutter. In der Straßenbahn nach Grinzing kommt sie mit einem gebildeten älteren Herrn ins Gespräch, und beide beschließen, den Nachmittag miteinander zu verbringen. Schließlich sitzen sie sich im Garten eines Ausflugslokals in Grinzing gegenüber und tasten sich behutsam vor in das Leben des andern. Ihre Unterhaltung wird immer intensiver und intimer, und sie merken gar nicht, wie die Zeit vergeht und ein neuer Morgen sich ankündigt. [buecher.de]