Das Glasperlenspiel.
von Hermann Hesse
Mit seinem Roman 'Das Glasperlenspiel', an dem der in der Schweiz lebende Hermann Hesse von 1931-1943 arbeitete, zog er die Summe seines Werkes und Denkens. Die immer grössere Verfinsterung der Epoche in diesen Jahren zwang ihn, seinen Gegenentwurf in immer neuen Anläufen zu präzisieren. Hesse wollte, dass das Buch auch in Deutschland erscheinen und seine Wirkung entfalten könnte, und übersetzte den Lebensroman des Josef Knecht in ein utopisches Gleichnis, das scheinbar zeitlos seine Zeit entlarvte.
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Das Glasperlenspiel.
von Hermann Hesse
Mit seinem Roman 'Das Glasperlenspiel', an dem der in der Schweiz lebende Hermann Hesse von 1931-1943 arbeitete, zog er die Summe seines Werkes und Denkens. Die immer grössere Verfinsterung der Epoche in diesen Jahren zwang ihn, seinen Gegenentwurf in immer neuen Anläufen zu präzisieren. Hesse wollte, dass das Buch auch in Deutschland erscheinen und seine Wirkung entfalten könnte, und übersetzte den Lebensroman des Josef Knecht in ein utopisches Gleichnis, das scheinbar zeitlos seine Zeit entlarvte.
Aktuelle Rezensionen(1)
Dieses Buch ist nicht empfehlenswert für literarische Anfänger und noch weniger, für diejenigen die sich nicht gänzlich mit fast allen Publikationen Hesses beschäftigten. Das Glasperlenspiel ist das Manifest eines Autor der 11 Jahre damit verbrachte, all das in ihm liegende in Worte zu packen. In jeder Zeile ist die Essenz seines Seins zu spüren und dennoch heißt dies nicht, es wäre von Anbeginn lesenswert. Der Anfang (erste 50 Seiten) sind ungewohnte Kost. Es ließt sich ziemlich öde und ist nicht gerade einnehmend. Doch es dient einem höheren Zweck. Diese notwendige anfängliche Struktur macht es möglich eine Geschichte zu lesen, wie sie nur Hesse hätte schreiben können. Hesse ist nichts für lesende die durch das Leben mit einem atheistischen/ nihilistischen Realismus laufen. Mit paar Ausnahmen sind seine Schriften vollkommen getränkt von einer gewissen individuellen Mystik. Wer diese Alchemie sieht, wird Hesse sehen und dadurch diese Welt so verstehen, wie er sie zu seiner Zeit verstand. Mit den Gedichten am Ende und plus, der primären Geschichte ergänzten 3 Kurzgeschichten, schaffte er dem lesenden einen vollkommenen Einblick in sein Herz. Vermutlich hätte mir dieses Werk nicht so sehr gefallen, wenn das Ende nicht so unerwartet schön ausgeschmückt gewesen wäre. Die Geschichte selbst „das Glasperlenspiel" ist zu vergleichen mit Narziß und Goldmund - Religiöse Struktur, Freundschaft, Abgeschiedenheit - trifft auf das Problem des weltlichen normativen Dasein. Abschließend lässt sich sagen, dass wenn ich noch einmal das Buch zur Hand nehmen sollte, es nur dafür ware, um die letzten 3 Kurzgeschichten zu lesen, denn auch wenn ich es liebte, es war dennoch nicht einfach zu bewältigen. Da es sich anders als bei den Büchern davor, wie ein Abschied anfühlte. Vielleicht auch eher einer für mich, denn heutige Literatur zu finden, die so dezent und schmeichelnd jene Themen aufgreift die Hesse und mir lieb sind, ist eine Rarität.