3.6

Das Café ohne Namen

von Robert Seethaler

Format:Hardcover

Ein Café und seine Menschen. Ein Mann, der seiner Sehnsucht folgt. Robert Seethalers neuer Roman.Wien im Jahr 1966. Robert Simon verdient sein Brot als Gelegenheitsarbeiter auf dem Karmelitermarkt. Er ist zufrieden mit seinem Leben, doch zwanzig Jahre nach Ende des Krieges hat sich die Stadt aus ihren Trümmern erhoben. Überall wächst das Neue, und auch Simon lässt sich mitreißen. Er pachtet eine Gastwirtschaft und eröffnet sein eigenes Café. Das Angebot ist überschaubar, und genau genommen ist es gar kein richtiges Café, doch die Menschen aus dem Viertel kommen, und sie bringen ihre Geschichten mit – von der Sehnsucht, vom Verlust, vom unverhofften Glück. Sie kommen auf der Suche nach Gesellschaft, manche hoffen sogar auf die Liebe, und während die Stadt um sie herum erwacht, verwandelt sich auch Simons eigenes Leben.  Das Café ohne Namen ist ein Roman über den menschlichen Drang zum Aufbruch. Mit einem Reigen unvergesslicher Figuren und seiner besonderen Aufmerksamkeit für die Details des Lebens erzählt Robert Seethaler davon, wie eine neue Welt entsteht, die wie alles Neue ihr Ende schon in sich trägt. 

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
288 SeitenHardcover
Erschienen an: April 26, 2023

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Aktuelle Rezensionen(13)

3.6(128 ratings)
LillyRezension von Lilly

Eine leichte, interessante Geschichte

annaRezension von anna

sobald ich das Gefühl hatte, ich könne die Charaktere greifen, entglitten sie mir wieder. Vor allem den Café Besitzer Robert Simon, Mila und die Kriegerwitwe Martha hätte ich gerne auf einer tieferen Ebene kennengelernt. Der Autor schuf eine melancholische, müde und immer wieder hoffnungsvolle Stimmung im Wien der 1960er Jahre. Ruhigen und langsamen Büchern kann ich in der Regel sehr viel abgewinnen, doch fehlte mir hier ein zumindest feiner roter Faden und Struktur in der Geschichte. Gerne wäre ich aber beim Abschiedsfest des Cafés dabei gewesen, das hat mich gepackt und sehr gerührt!

JuBRezension von JuB

Eine unaufgeregte Beobachtung vom alltäglichen Leben Das Café ohne Namen ist ein typischer Belletristik Roman und kommt ganz ohne unnötige Aufregung aus. Wie im Zeitraffer begleitet man das Leben des Hauptprotagonisten, Robert Simon, und einige seiner täglichen Nachbarn und Bekannten. Es werden durchschnittliche Leute porträtiert mit all den Höhen und Tiefen, Freuden und Ängsten, die das Leben so bereithält. Es fiel mir leicht, mich in die Figuren hineinzuversetzen. Am meisten Spaß hatte ich mit den Gesprächskapiteln der beiden namenlosen Damen - es war eine lustige Herausforderung ohne Anführungszeichen der wörtlichen Rede dem Gespräch zu folgen. Es ist faszinierend wie gut es funktioniert und man genau weiß wann wer was sagt.

Almut Rezension von Almut

Eine wundervoll ruhige Erzählung, ohne Stress mit viel Herz und Beobachtungsgabe.

NiciRezension von Nici

Ein wunderbarer Roman, der die Stimmung und den Zeitgeist des Aufbruchs der 60er/70er Jahre aufnimmt. Eine Dekade geprägt von Begegnungen, Menschen in ihren Eigenheiten und Stimmungen. Der Leser erlebt mit Robert Simon die Schwankungen der Jahreszeiten, die Veränderungen in Wien, den modernen Fortschritt. Der Leser begleitet aber auch die Menschen die sich tagaus, tagein bei Robert Simon treffen. Die so individuell sind und doch so sehr zusammen gehören. Der Leser ist dabei wie Robert Simon sich weiterentwickelt, wie er ein Gespür für die Menschen bekommt. Ein Gastronom mit Herzblut. Nicht hineingeboren aber talentiert. Am Ende eines jeden Kapitels hat man das Gefühl, man war dabei. Man bekommt ein Gefühl für die Farben, die Düfte, man spürt die Wärme und sieht den flirrenden Staub. Man spürt auch wie kräftezehrend diese Jahre für unseren Protagonisten waren. Jede Person in diesem Roman ist sehr gut gewählt, passt in seinen Besonderheiten dazu. Nicht übertrieben, real, übliche Probleme. Und doch ist jeder für sich etwas besonderes, und ein wichtiger Teil der Geschichte. Robert Seethaler hat mich in dieser Geschichte ganz wunderbar mitgenommen, er hat in mir den Wunsch geweckt auch in das Café ohne Namen einzutreten. Am Ende des Buches wünscht man sich man hätte Teil dieser Zeit sein können. Ich hab es gerne gelesen und kann es jeden nur empfehlen ein Stück Roberts Simon und seine Gäste zu begleiten.

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