Format:Hardcover

Als die zweiundsiebzigjährige Cloris Waldrip einen Flugzeugabsturz in der unwirtlichen Wildnis der Bitterroot Mountains überlebt, hat sie keine Chance auf Rettung. Und doch scheint jemand eine schützende Hand über sie zu halten. Rangerin Debra Lewis macht sich auf die Suche. Aber will Cloris überhaupt gefunden werden? Das literarische Debüt von Rye Curtis ist ein Abenteuerroman der Extraklasse. Nachdem sie auf wundersame Weise einen Flugzeugabsturz überlebt hat, muss sich die zweiundsiebzigjährige Texanerin Cloris Waldrip durch die unbarmherzige Wildnis der Bitterroot Mountains im Norden der USA schlagen – ausgerüstet mit einem einzelnen Stiefel, einer Bibel und ein paar Karamellbonbons. Aber jemand scheint eine schützende Hand über Cloris zu halten. Ist sie doch nicht allein? Rangerin Debra Lewis hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, der in drei verschiedenen Bundesstaaten mit drei verschiedenen Frauen verheiratet war. Nun trinkt sie Merlot, um durch den Tag zu kommen. Als sie ein rätselhafter Notruf erreicht, ist Rangerin Lewis die Einzige, die an das Überleben von Cloris glaubt. Trotz der Aussichtslosigkeit des Unterfangens macht sie sich gemeinsam mit einer Gruppe verschrobener «Friends of the Forest» auf die Suche nach dem abgestürzten Flugzeug und der Vermissten. Rye Curtis` kauzige Figuren kämpfen sich in dieser ungewöhnlichen Abenteuergeschichte mit Lebensklugheit und Mut durch die Wildnis und sehen am Ende mit einem neuen Blick auf ihr altes Leben.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
352 SeitenHardcover
Erschienen an: 2021-03-12

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4.0(5 ratings)
JuliaRezension von Julia

Die 72-jährige Texanerin Cloris Waldrip überlebt als Einzige einen Flugzeugabsturz und muss sich durch die Wildnis der Bitterroot Mountains im Norden der USA schlagen. Dabei beschleicht sie mehr und mehr das Gefühl, doch nicht alleine dort draußen zu sein. Währenddessen sucht die ruppige, dem Alkohol zugewandte Rangerin Debra Lewis nach der Verschollenen. Begleitet wird sie dabei von einer skurrilen Truppe von Freiwilligen. Sie alle sind dort draußen auch auf der Suche nach sich selbst. Das Buch beginnt mit der Schilderung des Flugzeugabsturzes aus der Ich-Perspektive von Cloris. Sie beschreibt grausame Szenen in einem eher nüchternen, distanzierten Erzählstil, was den dargestellten Vorkommnissen aber nicht die Tragik nimmt. Gleich zu Beginn findet sie die Leichen des Piloten und ihres Mannes, was mich wirklich mitgenommen hat. Aktuelles Geschehen wechselt sich ab mit Einblicken in ihre Vergangenheit, wodurch wir die alte Dame und ihre Sicht auf das Leben näher kennenlernen. Es gilt außerdem herauszufinden, wer oder was noch mit ihr dort draußen unterwegs ist. Cloris Teil der Geschichte gefiel mir durchweg gut, auch wenn sie manchmal an die Grenzen dessen stößt, was eine Frau Ihres Alters wohl in der Realität wegstecken könnte. Weniger warm wurde ich mit Debra Lewis' Part, der aus der Sicht eines personalen Erzählers dargestellt wird. Lewis ist frisch geschieden und versucht ihren Kummer in Merlot zu ertränken. Sie wird auf ihrer Suche begleitet von ihrem Ranger-Kollegen und dessen Kumpel, der von seiner Frau sitzen gelassen wurde, außerdem von einem Kollegen der Lufrettung und seiner Tochter. Jeder von ihnen hat völlig kuriose Macken und Probleme, die sie zwar zu spannenden Charakteren machen aber auch etwas übers Ziel hinausschießen. Ich konnte mit dem kompletten Handlungsstrang rund um Lewis' Trupp nicht so richtig etwas anfangen und auch am Ende die Moral der Geschichte nicht erkennen. Insgesamt kam es mir oft so vor, dass der Autor versucht, mangelnden Tiefgang durch möglichst schockierende Szenen auszugleichen, die er bei jeder Gelegenheit einbaut. Der Schreibstil ist einerseits emotionslos gehalten, setzt aber auf ungewöhnliche, bildhafte Vergleiche, die fast schon überbordend daherkommen, mir aber gut gefielen. So wurde ich zwar durchweg gut unterhalten und das Buch lies sich schnell lesen, aber wirklich etwas daraus mitnehmen konnte ich nicht. Es war aber definitiv mal etwas Neues für mich.

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