3.3

Brausepulverherz

von Leonie Lastella

Format:Softcover

der perfekte Roman für alle, die zwischen Sommer und Ferien, zwischen Zuhause und Woanders, […], zwischen verknallt und entliebt, die ganz große Liebe suchen

Romance
496 SeitenSoftcover
Erschienen an: April 27, 2017

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.3(12 ratings)
Judith LewickiRezension von Judith Lewicki

Es gibt sehr viel was mir durch den Kopf geht, wenn ich an dieses Buch denke ... vor allem ist es aber wie traurig es ist, dass jemand der wirklich so schön schreibt es nicht schafft eine wirklich starke Geschichte zu schreiben. Der Schreibstil hat dieses Buch getragen, er war schön und bildhaft, war an den richtigen Stellen locker und lustig und an anderen traurig und leicht drückend. Für ein Buch des Genres definitiv ein absolut gelungener Stil, den ich wirklich gerne gelesen hab und der auch in meinen Ohren noch nachhallte. Manche Bilder verlassen mich bis heute nicht ganz - die Vergleiche waren einfach wundervoll treffend und haben die Geschichte lebendiger und echter gemacht. Und dann kommen wir leider zu den Mängeln der Geschichte. Die Charaktere sind mir bis auf Dario alle unsympathisch. Ich mag weder Jiara noch Milo. Jiara ist sehr unselbständig und das ist auch generell nichts schlimmes, aber ihre Gedankengänge und die inneren Monologe sorgen dafür, dass man ihr gerne mal in den Hintern treten würde. Sie weiß es nämlich selbst und kämpft über fast 500 seiten hinweg um es endlich zu schaffen eine eigene Entscheidung zu treffen. Wie gesagt prinzipiell nicht tragisch - das Leben ist nun einmal kein Zuckerschlecken und meiner Meinung nach darf eine 24 Jährige durchaus noch Schwächen aufweisen und vielleicht nicht mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, aber dieses Hin und Her und ihre Gedankengänge waren dann doch etwas zu viel des guten. Außerdem fand ich, dass sie sich häufig sehr unpassend verhalten hat, aber das sei mal bei Seite gestellt. Dann kommen wir zu Milo, der für mich ein absolutes Rätsel ist. Natürlich ist man von dem Genre den Bad Boy gewöhnt und auch Milo kommt daher und versprüht den Bad Boy Charme mit seiner Gitarre und seinem Traum von der großen Bühne (oder zumindest einer Bar). Er ist undurchsichtig und bis zum Schluss hatte er für mich keine klare Linie, bis auf die Tatsache, dass er immer wegzurennen scheint. Alles andere ist so wechsel- und sprunghaft, dass es sich für mich wie ein Schleudertrauma anfühlt. Die Beziehung zu seiner Familie war auch sehr seltsam und auch wenn es ihn sympathisch dastehen lassen sollte und ihm einen tieferen Background geben sollte, hatte ich nicht das Gefühl, dass es ihm gut getan hat. Im Gegenteil. Seine Familie ist schrecklich, genauso wie Jiaras. Ihre Mutter hab ich über die wenigen Seiten gehasst und sowohl Jonas als auch Kati fand ich nicht einmal im Anflug sympathisch oder nachvollziehbar. Bleibt Dario, der wirklich der einzige Lichtblick in diesem Buch charakterlich gesehen war. Dario ist ein Mensch, den man gerne hat und der die Menschen genauso gerne hat. Und in der Kombination mit Jiara oder mit Milo hat er mir sehr sehr gut gefallen - er hat zu Beiden gut gepasst und ich mochte die Interkationen sehr sehr gerne. Dann will ich noch ein paar letzte kritische Worte verlieren zum Thema Geschichte, denn die war typisch für das Genre. Ich hatte angenommen es würde schön und sommerlich leicht werden, doch die Love Story begann spontan und ohne wirkliche Chemie der Charaktere (à la instalove) und danach war es ein off and on ohne ende. Und dann kommen die typischen Thematiken für das Genre - Familie, das Vernachlässigen von Freunden, Krankheit, Erwachsenwerden bzw eigene Entscheidungen treffen. Und natürlich dieses typische (was ich auch schon bei Liebesfilmen hasse) Cliche Szenario wo Beide ganz eindeutig zueinander wollen, aber es beide nicht checken nur um noch einmal 100 Seiten zu strecken. I am so sorry, aber es hat stark begonnen und der Schreibstil hat so viel wieder reingeholt, aber ich kann dem Buch beim besten Willen nicht mehr als 3 gut gemeinte Sterne geben, eigentlich sind es eher 2,5, aber wenn ich so andere Bücher betrachte, denen ich 2 Sterne gegeben habe, dann ist dieses hier doch deutlich besser.

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