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Brüste werden nie übersehen, aber selten wirklich angeschaut. Diese Texte verhandeln ein oft objektifiziertes Körperteil als das, was es eigentlich ist: etwas wahnsinnig Subjektives. Ein Buch, das unsere Sichtweise verändert. Mit Beiträgen von:Daniela DröscherAntje Rávik StrubelBettina WilpertNils PickertSarah BergerDr. Michaela DudleyBiba Oskar NassAngela LehnerKirsten AchtelikAudrey Naline

Geschichte, Geistes- & Gesellschaftswissenschaften
176 SeitenHardcover
Erschienen an: May 18, 2024

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.4(7 ratings)
Anne JohannsenRezension von Anne Johannsen

-bestes Cover ever! -Fakten & Feelings -klug, humorvoll, ehrlich, lehrreich

siskaRezension von siska

das schicke cover täuscht nicht, denn dahinter verbirgt sich eine wirklich gut kuratierte anthologie. mir gefällt die einbindung vieler verschiedener perspektiven auch von genderqueeren und trans* personen. mich hat es gewundert, dass ähnliche erlebnisse (z.b. körperdysphorie als trans* person) mehrfach behandelt werden, andere themen aber kaum - menschen mit behinderung (abgesehen von einer krebserkrankung) oder von natur aus unterschiedlich großen brüste waren irgendwie kein thema. das ist aber aus meiner perspektive das einzige manko.

nessaboRezension von nessabo

Interessant und vielfältig kuratierte Anthologie Die von Linus Giese und Miku Sophie Kühmel herausgegebene Anthologie hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil ich sie vor allem gut zusammengestellt fand. „Brüste“ verstehen sich manchmal als ganz zentrales Thema der Beiträge und manchmal eher als Aufhänger für eine komplexere Betrachtung vergeschlechtlichter Körper. Das Weiterdenken hat mich manches Mal überrascht, meistens aber im positiven Sinne. Wie für Essaysammlungen üblich gefielen mir manche Texte mehr als andere, weshalb ich für Anthologien auch bislang noch nie 5 Sterne vergeben habe. Ich habe mir bereits bekannte Autor*innen noch einmal neu kennen und umso mehr lieben gelernt. Daniela Dröscher beginnt die Sammlung mit vielen für mich sehr anregenden, manchmal auch aufwühlenden Fragmenten. Miku Sophie Kühmels Beitrag konnte ich ebenso fast körperlich nachfühlen. Gemeinsam mit Linus Giese gehören sie auch zu den Autor*innen, von denen ich sowieso gern lese, was sich hier noch einmal verfestigt hat. Dann wiederum fand ich es einfach toll, dass Menschen verschiedener Geschlechter hier geschrieben haben und so auch trans* sowie nicht-binäre Perspektiven sehr viel Raum einnehmen. Sasha (im Buch noch Kirsten) Achtelik verwebt für mich so zum Beispiel sehr aufschlussreich gender affirming care für cis und trans* Personen miteinander, wodurch gesellschaftliche Absurditäten und Diskriminierung mehr als deutlich werden. Gerade die stilistisch etwas experimentelleren Beiträge waren nicht so mein Fall, weil ich klare und persönliche Texte auch ganz generell schlicht greifbarer finde. Doch auch diese tragen zu einem runden Eindruck der Anthologie bei und haben mir ein komplexes Bild eines gesellschaftlich enervierend aufgeladenen Körperteils vermittelt. Manchmal war mir die Verbindung zum Titelthema ein wenig zu weit hergeholt und doch bin ich insgesamt zufrieden. Die Textsammlung empfehle ich gern für eine kurzweilige Lektüre, die aber auch einige Impulse setzt und in gewisser Hinsicht noch in mir nachwirken wird.

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