Empfehlungen basierend auf "Big Ideas. Das Soziologie-Buch"

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von Florian Pumhösl, Thomas Geisler, Martina Fineder, Gerald Bast

Product Description Victor Papaneks „Design for the Real World" zählt international zu den meist gelesenen Designbüchern aller Zeiten. Das Buch basiert auf dem Erwachen eines alternativen Designbegriffs vor dem Hintergrund des aufkommenden Postfordismus und der New Social Movements. Neben einer breiten Kultur- und Konsumkritik greift Papanek soziale und ökologische Prinzipien für eine partizipatorische, dezentralisierte und demokratisierte Designpraxis auf. Verstärkt durch die aktuelle Auseinandersetzung mit Fragen des Klima- und Umweltschutzes, gewinnt Papaneks Werk zunehmend an Bedeutung. Kaum eine Literaturempfehlungsliste im Bereich des Sozialen und Kritischen Design kommt derzeit ohne seine Schriften aus. Erstmals 1970 in Schwedisch erschienen, folgten Übersetzungen in über 20 Sprachen; mit der mittlerweile vergriffenen deutschen Übersetzung war Papanek Zeit seines Lebens unzufrieden. Kurz vor seinem Tod im Januar 1998 wurde eine von Papanek akkordierte Neuübersetzung begonnen, deren Veröffentlichung durch den Tod des Autors unterbrochen wurde. Anlässlich des 10. Todestages erscheint die kommentierte Neuübersetzung, ergänzt um eine erste wissenschaftlich belegte Biografie Victor Papaneks. Book Description Viktor Papanek, Design for the real world – ein Klassiker unter den Designbüchern in deutscher Ausgabe About the Author Victor Papanek wurde 1923 in Wien geboren. 1939 emigrierte er in die USA. Seine Ausbildung führte über Architektur und Designstudien an der Cooper Union in New York zu Frank Lloyd Wrights Taliessin nach Arizona und an das MIT. Parallel dazu unterhielt er ein Designstudio namens ‚Design Clinic’ in NYC. Mit den frühen 1960er Jahren begann seine Arbeit im Auftrag der United Nations und damit verbundenen Organisationen an alternativen Lehr- und Kommunikationsmedien für Entwicklungsländer wie dem weltbekannten TIN-CAN-Radio. Ab Mitte der 1960er Jahre unterrichtete er an zahlreichen amerikanischen Designuniversitäten wie der Purdue University und dem California Institute for the Arts. 1970 wurde Papaneks theoretisches Hauptwerk Design for the Real World in Stockholm, unter dem Titel "Miljön Och Miljonerna" publiziert, 1971 folgte die amerikanische Ausgabe. Obwohl das provokante Buch u.a. zum Ausschluss aus der Industrial Designers Society of America (IDSA) führte, brachte es für Papanek den internationalen Durchbruch und zahlreiche Berufungen an Institutionen wie der Royal Academy of Architecture in Kopenhagen oder dem Manchester Polytechnic of Art and Design. Von 1981–87 war Papanek Professor für Architektur and Urban Design an der Kansas City University. Für sein Engagement im Bereich des Sozialen und Ökologischen Design wurden ihm viele Ehrungen zu Teil, u.a. wurde er zwischen 1982–84 mehrmals für den Alternativen Nobelpreis nominiert. Victor Papanek starb am 10. Januar 1998 in Lawrence, Kansas. Florian Pumhösl ist bildender Künstler und lebt in Wien. In seiner Installation "on or off earth – Design für die echten Bedürfnisse und die Rhetorik der Alternativbewegung" (1996) setzte er sich mit Victor Papaneks Arbeit und ihrem Entstehungszusammenhang auseinander. Pumhösl gibt seit 1997 die Schriftenreihe "montage" heraus. Thomas Geisler lehrt an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seine Forschungen betreffen die österreichische Designgeschichte sowie Material Culture Studies mit Schwerpunkt Design und Militarismus. Martina Fineder lehrt an der Universität für angewandte Kunst Wien. Dort arbeitet sie gemeinsam mit Thomas Geisler am Aufbau des Victor Papanek Archive and Research Centers. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Geschichte und Material Culture sozialen und ökologischen Designs. Gerald Bast. Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Seit 2000 Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien. Zahlreiche Publikationen.

von Aladin El-Mafaalani

»Insgesamt spricht El-Mafaalani eine große Reichweite von Fragen zur herkunftsbezogenen Bildungsungleichheit an, die er als nicht gelöstes, gesellschaftliches Problem klar herausarbeitet.«

von Mathias Hütter

Friedemann Schulz von Thun (*1944) studierte in Hamburg Psychologie, Pädagogik und Philosophie und promovierte bei Reinhard Tausch und Inghard Langer über Verständlichkeit bei der Wissensvermittlung. Nach seiner Habilitation wurde er zum Professor für Pädagogische Psychologie in Hamburg berufen (1976 – 2009). Außerdem konzipierte er Kommunikationstrainings für Lehrer und Führungskräfte, später für Angehörige aller Berufsgruppen (1971 bis heute). Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber der Reihe «Miteinander reden: Praxis» Für weitere Informationen siehe www.schulz-von-thun-institut.de

von Philipp Lenhard

ADORNO, HORKHEIMER, MARCUSE: DIE NEUE GESCHICHTE DER FRANKFURTER SCHULE Café Marx: So nannten Freunde wie Feinde das Institut für Sozialforschung flapsig. Und tatsächlich liegen die Anfänge der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule in einer Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Philipp Lenhard erzählt auf einer breiten Quellengrundlage die Geschichte der Personen, Netzwerke, Ideen und Orte, die das Institut geprägt haben und ihrerseits von ihm geformt wurden. So wird anschaulich greifbar, warum die Frankfurter Schule wie keine zweite die großen intellektuellen Debatten des 20. Jahrhunderts bestimmt hat. Von Anfang an war das 1924 eröffnete Institut für Sozialforschung etwas Besonderes. Seine Wurzeln liegen in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs und auf den Barrikaden der Revolution. Der kommunistische Unternehmersohn Felix Weil ermöglichte die Gründung einer neuartigen Forschungsinstitution, die Arbeiter und Studenten, Politiker und Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle anzog. Besonders war auch, dass das Institut nach 1933 trotz Schließung, Verfolgung und Exil seine Arbeit fortsetzen konnte. In Kalifornien entstanden Schlüsselwerke wie die «Dialektik der Aufklärung». Philipp Lenhard geht der Entstehung der Kritischen Theorie in der amerikanischen Emigration nach und beleuchtet ihre Entwicklung zur Frankfurter Schule in der frühen Bundesrepublik. Das Buch schildert konzis, anschaulich und voller überraschender Erkenntnisse, in welchem historischen Kontext Horkheimer, Adorno, Marcuse, Benjamin und viele andere zu Schlüsseldenkern des 20. Jahrhunderts wurden. "Der Fortschritt ereignet sich dort, wo er endet." Theodor W. Adorno 100. Jahrestag: Einweihung des Instituts für Sozialforschung am 22. Juni 1924 Seit Jahrzehnten die erste aktuelle Geschichte der Frankfurter Schule Neue Perspektiven: Die Frauen der Frankfurter Schule, jüdische Mitarbeiter:innen, Exilorte Der Autor versetzt die Leser meisterhaft an die wichtigsten Schauplätze Auf der Grundlage ausgedehnter Archivrecherchen

von Moritz Baßler

EIN LESENSWERTES DEBATTENBUCH ZUR GEGENWARTSLITERATUR Über die Maßstäbe für "gute" Gegenwartsliteratur herrscht große Unsicherheit. Moritz Baßlers Buch analysiert erfolgreiche Erzählliteratur der Zeit und diskutiert den veränderten Status der Literatur in der aktuellen Markt- und Mediengesellschaft. Dabei macht Baßler einen international prägenden Stil des "populären Realismus" aus: Leichte Lesbarkeit und routinierte Plots, aufgeladen mit Zeichen der Bedeutsamkeit, ohne dass die Texte aber tatsächlich Neuland beträten. Umbert Eco nennt dieses Missverhältnis von leichter Form und schwerem Anspruch Midcult. Vielleicht ist dies die unserer Zeit gemäße Erzählliteratur mit eigenen Chancen? Über die Maßstäbe für "gute" Gegenwartsliteratur herrscht große Unsicherheit. Moritz Baßlers Buch analysiert erfolgreiche Erzählliteratur der Zeit und diskutiert den veränderten Status der Literatur in der aktuellen Markt- und Mediengesellschaft. Der Schwerpunkt liegt auf deutschsprachigen Romanen, Seitenblicke werden auf den internationalen Kontext, das erfolgreiche Genre der Fantasy sowie auf die inzwischen dominante Erzählform der Qualitäts-TV-Serie geworfen. Das Verfahren gegenwärtiger Erzählliteratur, so Baßler, ist durchgängig ein "realistisches" - der Lesende befindet sich immer schon in der erzählten Welt, ohne dass die Zeichen des Textes ihn dabei besonders herausforderten. So konnte sich ein International Style ausbilden, dessen Prosa in Verbund mit routinierten Plots eine leichte Lesbarkeit garantiert. Wer noch Literatur liest, hat dabei aber oft den Anspruch, nicht bloß gut unterhalten zu werden, sondern auch an Hochkultur, an Kunst teilzuhaben. Dafür muss der International Style seine Lesbarkeit mit Bedeutsamkeit aufladen, ohne die Lektüre allzu sehr zu erschweren. Umberto Eco nennt dieses Missverhältnis von leichter Form und schwerem Anspruch Midcult. Vielleicht ist dies die unserer Zeit gemäße Erzählliteratur mit eigenen Chancen? Wie kann man eine komplexe Literatur verteidigen, ohne in einen elitären Kulturkonservatismus zu verfallen? Über das Populäre und seine Alternativen Identität oder Ambivalenz?

von Stefan Jordan

Diese Studienpraktische Einführung Erleichtert Den Einstieg Ins Geschichtsstudium, Verschafft Überblick über Die Gliederung Des Fachs, Die Anforderungen, Die Arbeitstechniken Und Hilfsmittel. Folgende Themen Werden Griffig Dargestellt - Die Universität Als Arbeitsplatz Und Lebensraum, Geschichte Als Wissenschaft, Das Historische Material, Literaturrecherche, Wissenschaftliche Forschung Und Darstellung. Der Band Enthält Kommentierte Weiterführende Literaturhinweise.

von Dieter Lamping, Simone Frieling

Was ich über die Weltgeschichte wissen darf... und kann: Herausgeber und Autor der Einführungen in die Kapitel ist Professor für Alte Geschichte an der Universität München. Die Beiträge stammen von verschiedenen Historikern. Die kurzen Aufsätze von je zwei Seiten sind gut verständlich, überblickbar und berücksichtigen Geschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart weltweit. Sie zoomen je einen exemplarischen Tatbestand (historisches Ereignis, geschichtliche Situation, Institution oder Person etc.) heran. So entsteht ein interessantes, ansprechendes, stattliches Buch mit Texten, die auf prägnante Art historische Erkenntnisse anschaulich machen. Mit der Kürze der Texte, mit kleinen Illustrationen und klärenden Randnotizen kommt das Buch den Leseeigenarten heutiger Jugendlicher verständnisvoll entgegen. Ab 14 Jahren, ausgezeichnet, Ruedi W. Schweizer.

von Aleida Assmann

Nicht nur Individuen, sondern auch Kulturen bilden ein Gedächtnis aus, um Identitäten herzustellen, Legitimation zu gewinnen und Ziele zu bestimmen. Aleida Assmann fragt nach den verschiedenen Aufgaben kultureller Erinnerung, ihren Medien (wie Schrift, Bilder oder Denkmäler) sowie nach den Formen des Umgangs mit gespeicherten Wissen, bei denen neben Politik und Wissenschaft auch der Kunst eine wachsende Bedeutung zukommt.Seit Jahrtausenden treffen Menschen Vorkehrungen, um vergangenes Wissen zu konservieren. Woher kommt dieses Interesse am Aufbau von Erinnerungsräumen? Wie werden Erinnerungen, die doch zunächst immer individuell sind, allgemein verbindlich? Wie nutzt man solche Erinnerungen - zur Bestätigung der Gegenwart, zum Anstoß einer Erneuerung oder zur Relativierung des eigenen Standpunkts? Und wie wirken sich die Medien der Erinnerung wie Buchdruck, Photographie oder digitale Speicherung auf die kulturellen Erinnerungsräume aus? Um diese Fragen zu beantworten, überschreitet Aleida Assmann souverän die Grenzen der Nationen, Epochen, Künste und wissenschaftlichen Disziplinen. Und obwohl literarische Texte im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen, kommen ebenso historische, kunsthistorische, philosophische und psychologische Fragen zur Sprache.

von Astrid Erll

‚Gedächtnis’ und ‚Erinnerung’ sind Leitthemen in der Wissenschaft und im gesellschaftlich-politischen Diskurs. - Dieser Band bündelt die verschiedenen Theorien, Terminologien und Methoden aus der Forschung zum individuellen und kollektiven Gedächtnis und geht insbesondere den folgenden Fragen nach: Wie unterscheidet sich der Gedächtnisbegriff in Geschichts- und Sozialwissenschaften, Literaturwissenschaft und Psychologie? Auf welche Weise kann die gedächtnisbildende Wirkung von Literatur und anderen Medien beschrieben und analysiert werden? Welche Folgen hat die 'transkulturelle und transnationale Wende' in der Gedächtnisforschung? - Ziel des Bandes ist es, das kaum mehr überschaubare Feld der interdisziplinären und internationalen Gedächtnisforschung zu kartieren und insbesondere kulturhistorisch interessierten Literaturwissenschaftler/innen nützliche Analysekategorien zur Verfügung zu stellen. – Für die dritte Auflage wurde der Band überarbeitet, erweitert und aktualisiert. p>

von Kerstin Gleba, Eckhard Schumacher

Kerstin Gleba studierte Amerikanistik/Anglistik, Romanistik und Germanistik in Düsseldorf und Lausanne und ist seit 1995 für Kiepenheuer & Witsch tätig, seit 2002 als Cheflektorin für Belletristik. Sie ist seit 2004 Mitglied der Geschäftsleitung und und seit Anfang 2019 Verlegerische Geschäftsführerin. Kerstin Gleba gehört in dieser Funktion ebenfalls der Geschäftsleitung der Holtzbrinck Buchverlage an. Eckhard Schumacher ist Literaturwissenschaftler. 1996 promovierte er an der Universität Bielefeld (Die Ironie der Unverständlichkeit, Suhrkamp 2000), 1997 – 2004 arbeitete er in Forschungsprojekten zu Medientheorie, Gegenwartsliteratur und Pop in Köln und Bielfeld. Seit 2005 ist er Mitarbeiter am Institut für Deutsche Phililogie der LMU München. 2003 erschien bei Suhrkamp Gerade Eben Jetzt. Schreibweisen der Gegenwart.