3.9

Berge des Wahnsinns

von H P Lovecraft, Hannelore Eisenhofer

Format:Hardcover
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»Berge des Wahnsinns« beginnt mit einer Warnung, eine geplante Expedition in die Antarktis abzusagen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und zugleich unaussprechlich. Der Erzähler berichtet von seiner letzten Expedition, schildert stimmungsvolle Bilder des antarktischen Himmels, der Landschaft und beschreibt die Vorbereitungen für die geplante Gewinnung von Gesteinsproben. Doch ein außergewöhnlicher Fund lässt das Team aufhorchen und eine Reise des Schreckens beginnt, an deren Ende das Grauen unaussprechlich geworden ist. In meisterhafter Weise beschreibt H.P. Lovecraft ein Szenario in einer von Eis und Kälte geprägten Landschaft, spielt mit der Fantasie der Leser und beschwört Bilder dieses Kontinents herauf, die jeden in den Bann schlagen.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
200 SeitenHardcover
Erschienen an: July 12, 2022

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.9(9 ratings)
SilasRezension von Silas

Etwas schwer zu lesen. Sonst ganz in Ordnung. Erinnert etwas an "The Thing".

Oliver GehrmannRezension von Oliver Gehrmann

2,5 / 5 Ein Team aus Wissenschaftlern reist in die Antarktis, darunter der Erzähler, der Geologe ist, und die ganze Erzählung als nachträglichen Bericht verfasst, mit dem Ziel, folgende Expeditionen zu warnen und daran zu hindern, ebenfalls Forschungen in der Antarktis Forschungen. Wie man das bei Lovecraft erwartet, entdeckt die Expedition vor Ort bei Bohrungen seltsame, unaussprechliche, wahnsinnige Dinge, die man kaum auszusprechen wagt (so der Erzähler), doch dann erklärt er natürlich trotzdem im ganzen grässlichen Detail und unendlich ausschweifend, was genau dort gefunden wurde: Eine untergegangene Zivilisation, schreckliche Darstellungen auf Fresken, eine Bedrohung, die vielleicht noch immer real ist… mehr möchte ich inhaltlich gar nicht verraten. Das eigentlich Spannende für mich an diesem Roman, und ganz allgemein an Lovecraft, ist diese Fülle an Geschichten und Mythen und fiktiven, wiederkehrenden Orten, die er erschaffen hat und auf die er sich in seiner Vielzahl an Romanen und Erzählungen bezieht, und sich also erst in der Gesamtheit seines Werkes, Zusammenhänge und Verweise offenbaren. Der Cthulu-Mythos und das Necronomicon, die einen riesigen Einfluss auf spätere Horror-Autor:innen und auch Filmemacher:innen, Künstler:innen, Computerspiele usw. hatten. Die fiktive Stadt Arkham, die wiederum als Anspielung im Batman-Universum weiterlebt, das durch die letzten Verfilmungen und den allgemeinen Aufwind, den Marvel und DC zurzeit haben, die internationale Kulturlandschaft prägt. In einzelnen Kurzgeschichten hat das bisher für mich auch ganz gut funktioniert, doch in „Berge des Wahnsinns“, meinem ersten Roman von ihm, ist mir das alles etwas zu sehr gestreckt. Ich habe großen Respekt vor der Ausführlichkeit und der Kreativität der Beschreibungen, doch die Geschichte leidet darunter extrem, wird so sehr verlangsamt, dass ich zwischendurch wirklich ein paar Mal überlegt habe, abzubrechen. Diese ganzen, teilweise fiktiven, teilweise wissenschaftlichen geologischen Details haben mich nur vage interessiert und nachdem zum gefühlt hundertsten Mal gesagt wurde, wie schrecklich und schauerlich und unvorstellbar das alles ist, dachte ich mir nur: nee, das zieht bei mir nicht. Nur weil jemand sagt, dass es schrecklich ist, finde ich es noch lange nicht schrecklich. Und je mehr er dann von dem Schrecklichen tatsächlich beschreibt, desto weniger schrecklich fühlt es sich an. <spoiler>(Muss man die Inneneinrichtung einer unbekannten, monströsen Spezies im Detail kennen, ihre Herkunft und komplette Geschichte und auch noch die Geschichte ihrer Sklavenspezies, die noch schrecklicher und ekliger ist und die sich wiederum irgendwann gegen ihre Versklaver auflehnt usw. usw.)</spoiler> Wie oft liest man als Schreibende Person den ausgelutschten, aber trotzdem irgendwie immer aktuellen Satz: „Show, don’t tell“, doch was Lovecraft hier 80 % der Zeit macht ist: „Tell, tell, tell“, was nach kurzer Zeit schon echt ermüdend wird. Also: sprachlich interessant, vollgepackt mit Wissen und ausschweifenden Ideen, aber als Horror-Geschichte funktioniert das für mich nicht. (Lovecrafts Rassismus, seine Angst vor dem Fremden, die Misogynie, der Glaube an eine weiße Herrenrasse usw. lasse ich hier mal außen vor, aber man kann ihn meiner Meinung nach nicht lesen, ohne sich darüber bewusst zu sein, da es schon den Großteil seines fiktiven Werkes durchdringt.)

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