Empfehlungen basierend auf "Über uns: Roman"
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von Jia Tolentino
Tolentino ist eine originelle, lebenskluge Beobachterin unserer Gegenwart.
von Susan Sontag
Susan Sontag und Jonathan Cott treffen sich 1978 zum Interview. Erst in Sontags Pariser Wohnung, dann in ihrem Loft in New York. Entstanden ist ein vielseitiges Porträt, das Susan Sontag als große und sehr agile Denkerin zeigt, vor der kaum ein Thema sicher war – Feminismus, Faschismus, Ästhetik, Ideo- logie, Chuck Berry oder Friedrich Nietzsche – und die sich keinen Deut um die Trennung von Hoch- und Popkultur scherte: »Rock ’n’ Roll hat mein Leben verändert.« Auch in ihr Privatleben gewährt Sontag Einblick und erzählt von ihrer Rolle als Mutter, ihrer Ehe und ihrer Krebserkrankung, die sie zu einer ihrer wichtigsten Publikationen, Krankheit als Metapher, veranlasste. Zur Sprache kommen außerdem ihre bedeutenden Essays Kunst und Antikunst und Über Fotografie. Und selbst der Humor, eigentlich nicht Susan Sontags Markenzeichen, kommt in diesem Buch nicht zu kurz.
von Rina Jost
Eines Tages wird Malins Schwester Sybil zu Stein, verschwindet und hinterlässt eine ratlose Familie. Malin folgt ihrer Schwester in eine geheimnisvolle Welt, um Sybil zu finden und gemeinsam nach Hause zurückzukehren. Wird es ihr gelingen? In «WEG» werden die vielschichtigen Auswirkungen von Sybils psychischer Krankheit auf ihr Umfeld verhandelt. Was bedeutet es für Familie und Freund*innen, wenn es einer nahestehenden Person psychisch nicht gut geht? Rina Jost gibt den Angehörigen eine Stimme und thematisiert deren Herausforderungen mit Empathie und Feinfühligkeit. «Sybil ist weg, und doch ist sie da. Sie ist zu Stein geworden, und doch ist sie lebendig. Ihre Schwester Malin erlebt Sybils Abwesenheit zentnerschwer. Die Angst um Sybil ist für deren Umfeld eine ständige und unnachgiebige Begleiterin. Malin macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester und durchlebt die Abgründe seelischer Not auf einem langen Weg. Bevor ich die Geschichte las, bin ich den Protagonist*-innen durch Rina Josts Bildwelten gefolgt. Immer wieder tauchte ich in die Metamorphosen ihrer durchlebten Reise ein, versank im Sog ihrer Bilder, die trotz der Schwere des Themas etwas sehr Warmherziges und Verspieltes haben. Erst in einem zweiten Schritt las ich den Text. Auch da wählt Jost eine klare, schnörkellose Sprache, die es den Leser*innen leicht macht, dem Weg zu folgen. Das Schwere wird bei Jost begreif- und nachvollziehbar. Der Stein wird zur Feder und ‹WEG›, dank seiner Schlüssigkeit in Wort und Bild, zum absolut empfehlenswerten Comicroman.» Katja Alves, Autorin
von Merlin S. Miller
Der rote Faden, er reißt. Die Stories wirbeln wie wild durch den luftleeren Raum. Freya will nach ihnen greifen, doch je mehr sie es versucht, desto heftiger wirbeln sie umher. »F*ck you all«, rief sie ihnen zu und platzierte die Finger wieder auf der abgegriffenen Tastatur des Laptops. Zwischen den Tasten hatte sich einiges an Tabakresten angesammelt. »Ob ich aus denen wohl eine kleine Kippe drehen könnte?«, fragte sie sich, als auch die letzte Faser des roten Fadens riss und er ihr wie eine Peitsche ins Gesicht donnerte. Und da war er. Der erste Satz. Das Fundament einer jeden guten Story. »Die besten Stories entstehen in einem 3-Sterne-Hotel ...«, murmelte sie der leeren Seite entgegen.
von Isabelle Lehn
[...] eine erstaunliche Direktheit, Frechheit, Unverschämtheit im Wortsinne - also ohne Scham von sich selber zu erzählen [...]
von Lisa Blumen
Der Mond bewegt sich auf die Erde zu und eine Kollision ist unvermeidlich. Angesichts des drohenden Weltuntergangs versucht eine Lebensmittelhändlerin hartnäckig, ihre letzte Dose Bohnen zu verkaufen. Junge Leute entdecken bei einer exzentrischen End-of-Humanity-Party die wahre Liebe. Eine Museumskuratorin steht vor dem Dilemma, entscheiden zu müssen, welche Kunstwerke sie retten soll. Verlassene Kinder erfinden eine neue Familie und finden Unterschlupf bei einem alten Modellbauer. In «Vor dem Vergessen» hat Lisa Blumen eine unheimliche und doch erkennbare präapokalyptische Welt geschaffen, in der die Protagonist*innen weit davon entfernt sind, tapfere Held*innen zu sein, die alles tun würden, um die Menschheit zu retten. Stattdessen offenbaren diese gewöhnlichen Menschen ihre Charaktere durch Interaktionen mit anderen — Interaktionen, die umso mehr anrühren, da sie für den Ausgang der hoffnungslosen Situation irrelevant sind. Paradoxerweise finden die Protagonist*innen auf ihre Weise gerade kurz vor dem Weltuntergang einen Sinn in ihrem Schicksal. «In sanften Pastelltönen und gefühlvollen Worten erzählt Lisa Blumen vom Ende der Welt, von Menschlichkeit und von der Bedeutung der Sinnhaftigkeit, auch wenn alles schon längst verloren ist. ‹Vor dem Vergessen› begleitet einen Kanon aus Stimmen und Erlebnissen, blickt kurz und schmerzlich auf den unausweichlichen Abschied der Einzelnen von ihrer Welt, ihrem Leben und allem, was dazwischenliegt. Kleine Geschichten entfalten sich, je absurder die Umstände, desto schöner sind die so intimen Momente der Protagonist*innen. Akzeptanz trifft auf Sturheit, Liebe, Verzweiflung und Gemeinschaft, immer wieder öffnen sich kleine Fenster, in denen einfühlsam das letzte Ausatmen, das letzte bisschen Leben beschrieben wird. Doch kaum lernt man die vielen Darsteller*innen kennen, kaum kennt und spürt man sie, schon muss man Abschied von ihnen nehmen, bis schliesslich auch die letzte Seite umgeblättert ist und die Welt so doch endet. Ein bittersüsser Comic, der nicht loslässt.» Becky Emily Mount, Schwarz Magazin «‹Vor dem Vergessen› ist ein Buch, das wie geflüstert etwas sehr Sensibles erzählt. Man müsste fast schweigen, um dieses Geflüster zu hören und diese Stimme zu schützen.» Sarah Lapalu, eddy agency
von Ella Yunis
Vielleicht Müssen Wir Uns Manchmal Verirren, Um Den Richtigen Weg Zu Finden. Kunststudentin Ivy Steckt In Einer Schaffenskrise. Für Ablenkung Soll Eine Assistenzstelle Am Theater Sorgen, Doch Nicht Nur Der Cholerische Boss Stellt Eine Herausforderung Dar. Bald Schon Spielt Ivy Die Hauptrolle In Ihrem Eigenen Liebesdrama - Inszeniert Von Einem Englischen Austauschstudenten, Der Ihr Leben Komplett Auf Den Kopf Stellt. Eine Geschichte über Die Kunst, Sich Zu Trauen. Leserstimmen ,,schnappt Euch Das Buch - Lasst Euch Entführen, öffnet Die Augen Und Herzen Für Die Kunst Und Das Schauspiel Und Für Vieles Mehr - Ihr Werdet Es Nicht Bereuen. - Bibilotta ,,ein Wunderschöner Liebesroman über Die Liebe Und Das Vertrauen Zu Sich Selbst Sowie Anderen. Ich Habe Mich In Der Geschichte Verloren Und Sie Genossen. Eine Ganz Klare Leseempfehlung - Glitastic Books ,,wir In Den Schönsten Farben Ist Niveauvoll, Romantisch Und Dramatisch. Es Geht Eben Nicht Nur Um Die Liebe Und Zwei Menschen, Sondern Ebenso Um Kunst. Dieses Buch Ist Ebenso Ein Kunstwerk! Ich Bin Begeistert. - Lovin Books ,, ... Nach Ein Paar Kapiteln Konnte Man Nicht Mehr Aufhören! - Bluetenzeilenblog ,,eine Authentische, Berührende Geschichte, Die Ich Jedem Nur Ans Herz Legen Kann, Dem Der Sinn Nach Ein Paar Stunden Gefühlsachterbahn Steht! Klare Leseempfehlung! - Reading Is Like Taking A Journey ,,am Ende Hat Die Autorin So Eine Unglaubliche Atmosphäre Aufgebaut, Geladen Voller Emotionen, Dass Sie Mich Zu Tränen Gerührt Hat - Und Das Haben Bisher Nicht Viele Geschafft. - Aretis Und Yunikas Bücherwelt
von Ferda Ataman
Sie schreibt mit spitzer Feder; ihre Kritik ist messerscharf. Gleichzeitig legt sie viel Humor an den Tag
von Martin Peichl
Etwas fehlt. Jemand ist gegangen. Zurück bleiben Phantomschmerzen. Auch seiner selbst ist sich der namenlose Erzähler nicht mehr sicher. Und weil er die Geister, die er heraufbeschworen hat, nicht so einfach wieder loswird, heißt er sie willkommen. Verlusterfahrungen, angeschlagene Beziehungen und brüchig gewordene Sicherheiten – nichts ist für ihn mehr tabu im Grenzgebiet zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was zuerst nur schemenhaft zu erahnen ist, nimmt allmählich Gestalt an … Martin Peichls Texte und Matthias Ledwinkas Fotografien sind Nachrufe auf Gefühle, Schilderungen von Zuständen, mit Menschen verbundene Hoffnungen und bilden einen Atlas der Verlassenschaften. Seite für Seite entfaltet sich eine emotionale Landkarte, die mal leichtfüßig, mal erdenschwer, aber immer sehnsüchtig durchschritten wird. „Das Unheimliche ist die Wiederkehr des Vertrauten in einer neuen Verkleidung. Jedes Laken verwandelt sich, wenn lange genug nicht gewaschen, in ein Gespenst.“