Empfehlungen basierend auf "Aus dem Wald hinausfinden"

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von Melanie Raabe

Gibt es das, eine Seelenverwandtschaft zwischen bislang Unbekannten? Ist es manchmal leichter, mit einer Fremden zu sprechen als mit den Menschen, die man schon lange kennt und liebt? Als die junge Fotografin Nico zufällig zwischen den Jahren der Schauspielerin Ellen Kirsch auf den nächtlichen, winterlichen Straßen Berlins begegnet, fühlt sie fast unmittelbar eine unheimliche Nähe, die sie sich nicht erklären kann. Was haben sie schon gemeinsam, der inzwischen weltberühmte Hollywoodstar und die noch um Anerkennung ringende Fotografin? Was sieht Ellen in ihr, was sie selbst nicht erkennen kann? Vor allem aber: Warum schert sich Nico darum, dass Ellen eines Tages einfach wieder aus ihrem Leben verschwindet? Und zwar so plötzlich, wie sie gekommen ist? Als Nico endlich begreift, warum sie nicht loslassen kann, macht sie sich auf die Suche – nicht nur nach Ellen, sondern auch nach ihrer Mutter und ihrer eigenen Geschichte.

von Anthony Doerr

Vom Autor des Bestsellers »Alles Licht, das wir nicht sehen«.Die sechs Stories dieses Bandes, angesiedelt auf drei verschiedenen Kontinenten, handeln von Erinnerung und Liebe. In jedem Augenblick, sagt Anthony Doerr, verschwinden überall auf der Welt unzählige Erinnerungen, dabei sind sie es, die unserem Leben Sinn und Zusammenhang verleihen. Gleichzeitig erforschen Kinder neues, unbekanntes Terrain, formen frische Erinnerungen, erfinden die Welt neu. Doerr erzählt von fast mystischen Momenten, in denen die Zeit aufgehoben scheint und die Toten anwesend sind. Die Welt wird transparent, wenn dieser große und preisgekrönte Erzähler sie und ihre Bewohner beschreibt.

von Julia Engelmann

»Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.« Julia Engelmanns Slam-Beitrag »One Day« hat über Nacht eine Welle der Begeisterung ausgelöst und Millionen Fans im Netz gefunden. Ihre Message, Träume endlich in die Tat umzusetzen, trifft den Nerv der Zeit. Denn in jedem von uns steckt so viel mehr! Und diese mitreißende Energie zeichnet alle Texte in ihrem ersten Buch »Eines Tages, Baby« aus. Mal zart, mal kraftvoll und immer berührend, ruft Julia Engelmann dazu auf, mutig zu sein, das Glück zu suchen und das Leben zu leben, bevor es zu spät ist – »Los!, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.« – Mit Illustrationen von Julia EngelmannAusstattung: mit s/w-Illustrationen

von Carolin Emcke

»Es gibt eine Formulierung, die Sie häufig verwenden und die mir ans Herz gewachsen ist: irritierbar sein. Können Sie schildern, was die Voraussetzungen dafür sind? Und vielleicht auch, wie man es wird? Und wie man es bleibt?« »Wie man es wird oder wie man es bleibt, weiß ich nicht genau. Mit irritierbar sein meine ich, dass man noch staunen kann. Dass man sich überraschen lässt von Eindrücken, von Menschen, von Situationen. Aber eben auch von Argumenten, die man vorher nicht bedacht hat. Dass man bezweifeln kann, was man bis gestern gedacht hat. Oder wovon man geprägt wurde oder was man geliebt hat. Ich glaube, das ist das Leben. Dass einem Dinge widerfahren können, die das umwerfen, wer man vorher war oder was man vorher dachte oder was man vorher liebte. Auch in Bezug auf die Musik. Plötzlich etwas Neues hören zu können, in meinem Fall zum Beispiel Jazz, den ich relativ spät entdeckt habe. Dass man musikalisch oder ästhetisch berührbar bleibt und durchlässig. Sich zu öffnen für Erfahrungen, das heißt für mich irritierbar sein. Eine anti-orthodoxe Haltung. Genau, anti-orthodox. Ich glaube, wenn mich irgendetwas abschreckt, dann ist das Orthodoxie, dann ist das Dogmatik. Irritierbarkeit ist etwas, das ich mir unbedingt erhalten möchte.«

von Michaela Wiebusch

Eine atemberaubende Reise zu den Archetypen der Seele!

von Matt Haig

Ein Brillanter, Witziger, Emotionaler Roman über Die Alltäglichen Und Die Ganz Großen Dinge Im Leben - Kurz Gesagt, über Das Menschsein! In Einer Regnerischen Freitagnacht Wird Andrew Martin, Professor Für Mathematik In Cambridge, Aufgegriffen, Als Er Nackt Eine Autobahn Entlangwandert. Professor Martin Ist Nicht Mehr Er Selbst. Ein Wesen Mit überlegener Intelligenz Und Von Einem Weit Entfernten Stern Hat Von Ihm Besitz Ergriffen. Dieser Neue Andrew Ist Nicht Begeistert Von Seiner Neuen Existenz. Er Hat Eine Denkbar Negative Meinung Von Den Menschen. Jeder Weiß Schließlich, Dass Sie Zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz Und Gewalttätigkeit Neigen. Doch Andererseits: Kann Eine Lebensform, Die Dinge Wie Weißwein Und Erdnussbutter Erfunden Hat, Wirklich Grundschlecht Und Böse Sein? Und Was Sind Das Für Seltsame Gefühle, Die Ihn überkommen, Wenn Er Debussy Hört Oder Isobel, Der Frau Des Professors, In Die Augen Blickt?

von Isabelle Lehn

[...] eine erstaunliche Direktheit, Frechheit, Unverschämtheit im Wortsinne - also ohne Scham von sich selber zu erzählen [...]

von Eshkol Nevo

In seinem neuen Roman lässt der israelische Schriftsteller und studierte Psychologe, geboren 1971, Arnon, Chani und Dvorah zu Wort kommen, die in verschiedenen Etagen eines Tel Aviver Wohnhauses leben, aber kaum etwas voneinander wissen. In langen Monologen - an einen Freund im Café gerichtet, in einem Brief an die beste Freundin und als Nachricht auf einen Anrufbeantworter an den verstorbenen Mann - erzählen sie, wie ihr scheinbar geordnetes Leben durch ein Ereignis erschüttert, sogar infrage gestellt wurde. Es sind intime Beichten, die Abgründiges und Liebenswertes in den Erzählenden offenlegen, Mitgefühl und Missbehagen hervorrufen. Es sind drei einsame Menschen in Bedrängnis, die sich von Lüge und Selbstbetrug haben treiben lassen und sich nun der Frage nach der Verantwortung für sich und andere stellen. Eshkol kennt die Schattenseiten der menschlichen Seele, die er in den Monologen spannend und bisweilen auch humorvoll zum Ausdruck bringt. Er verdammt aber nicht, sondern lässt seine Anteilnahme zwischen den Zeilen durchschimmern

von Olga Tokarczuk

In diesen Essays und Reden zeichnet Olga Tokarczuk eine Karte ihrer vielfältigen Interessen und Inspirationen und gewährt uns Einblick in ihr schriftstellerisches Laboratorium. Wie baut sie ihre Geschichten auf? Welcher realistischen und phantastischen Motive bedient sie sich? Wie konstruiert sie ihre Figuren, die so unterschiedliche Gefühle bei den Lesern wecken? Jede dieser essayistischen Exkursionen zeigt uns aber auch ihr Bemühen, die Welt in ihrer unendlichen Komplexität zu begreifen und vermeintlich alltäglichen Dingen einen neuen Sinn zu verleihen. Und so ist dieses Buch eine Einladung, hinter die Kulissen des Werks der Literaturnobelpreisträgerin zu schauen, und zugleich eine große, faszinierende Erzählung über die Welt, in der wir leben.

von Aglaja Veteranyi

In ihrem kurzen Leben hat Aglaja Veteranyi zahlreiche Notizbücher und Makulaturblätter mit Texten gefüllt. Sie hat ihre Wörter und Sätze fortlaufend durchgestrichen, um- und neu geschrieben und von einem Text in den andern wandern lassen. So umfasst ihr Nachlass trotz zwei postum veröffentlichten Bücher noch eine beträchtliche Anzahl unveröffentlichter Texte. Der erste der zwei Bände, "Wörter statt Möbel", enthält Kurz- und Kürzestgeschichten, Gedichte, Sprüche und Tipps, Minidramen und den grossen Monolog "Mamaia". Diese Texte hat die Autorin auch für Bühnenauftritte geschrieben, die sie allein oder gemeinsam mit ihrem Lebens- und Schaffensgefährten Jens Nielsen bestritt. Allen gemeinsam ist die der Autorin eigentümliche Mischung von surrender Groteske, tieftraurigem Sarkasmus und abgründiger Komik.