Empfehlungen basierend auf "Anne Frank - Gesamtausgabe Tagebücher - Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus - Erzählungen - Briefe - Fotos und Dokumente"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Barbara Yelin

"ERSCHÜTTERND, POETISCH UND SCHÖN." NORA KRUG Emmie Arbel überlebte als kleines Mädchen die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. David Schaffer entkam dem Genozid in Transnistrien, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Die Brüder Nico und Rolf Kamp versteckten sich in den Niederlanden dreizehn Mal vor ihren Mördern. Zusammen mit den Überlebenden haben drei international bekannte Zeichner:innen deren Geschichten in Graphic Novels erzählt, die unvergesslich vor Augen führen, was der Holocaust für Kinder bedeutete – und nicht nur für sie. Nur wenige Zeitzeugen des Holocaust leben noch. Die meisten von ihnen haben Verfolgung und Massenmord als Kinder traumatisch erlebt. Dieses Buch will die Erinnerung an den Holocaust in der Zusammenarbeit von Überlebenden und Zeichner:innen auf ungewöhnliche Weise bewahren und weitergeben, gerade auch an eine junge Leserschaft, indem es eingespielte Sehgewohnheiten und Bilder vom Holocaust aufbricht. Ausgewiesene Zeithistoriker:innen erklären in knappen, instruktiven Nachworten den Kontext der Geschichten, die aber auch ohne solche Erläuterungen unmittelbar und auf ergreifende Weise ein unfassbares Geschehen lebendig werden lassen.

von Rashid Khalidi

Rashid Khalidi, Nachfolger Edward Saids an der Columbia University und einer der führenden Historiker des Nahen Ostens, stützt sich auf eine Fülle von unerschlossenem Archivmaterial und die Berichte von Generationen seiner Familienmitglieder. Er zeichnet die Geschichte eines hundertjährigen Kolonialkriegs gegen die Palästinenser nach.

von Lee Yaron

Die Chronologie des 7. Oktober der israelischen Journalistin Lee Yaron auf Basis von Interviews mit Überlebenden gehört schon jetzt zu den bedeutendsten Dokumentationen der Literaturgeschichte.

von Elinor J. Brecher

Ich stand auf Schindlers Liste - Lebenswege der Geretteten - bk1498; Bastei Lübbe Verlag; Elinor J. Brecher; pocket_book; 1996

von Raul Hilberg

Neuauflage des monumentalen Werks über den deutschen Zivilisationsbruch, das deutsche Historiker einst verhinderten und an das kein anderes heranreicht.

von Muriel Asseburg

Gaza: Epizentrum des Nahostkonflikts Mit dem Angriff der Hamas auf Israel und Israels Krieg im Gazastreifen ist der Nahostkonflikt in ungekannter Schärfe eskaliert. Muriel Asseburg erklärt im historischen Kontext und mit wohltuender Distanz, was seit dem 7. Oktober 2023 passiert ist, welche Akteure in den Konflikt involviert sind und welche Folgen der Krieg weit über Israel und Palästina hinaus hat. Ein Muss für alle, die verstehen wollen, warum der Konflikt immer weiter eskaliert und was die Beteiligten antreibt. 7. Oktober 2023: Die Bewohner einiger Kibbuzim und Besucher des Nova-Musikfestivals – aber auch das israelische Militär – werden von einem Terrorangriff der Hamas überrascht. Mehr als tausend Menschen kommen ums Leben, 250 Geiseln werden verschleppt. Israel riegelt daraufhin den Gazastreifen vollständig ab, startet eine Großoffensive gegen die Hamas und nimmt eine humanitäre Katastrophe in Kauf. Muriel Asseburg schildert mit viel Empathie die schrecklichen Ereignisse seit dem 7. Oktober, erläutert die Vorgeschichte und zeigt, wie der Krieg immer weitere Kreise zieht: vom Westjordanland bis nach Syrien und Irak, über den Libanon bis zu den Huthi-Milizen im Jemen und zu direkten Angriffen zwischen Israel und Iran. Sie schildert auch die Bemühungen der USA, der arabischen Kontaktgruppe und der Internationalen Gerichtshöfe in Den Haag, die Gewalt einzudämmen. Dabei gelingt es ihr souverän, die unterschiedlichen Perspektiven deutlich zu machen und so ein Bild von beeindruckender Tiefenschärfe zu zeichnen. "In unaufgeregtem, sachlichem Ton schreitet die Nahostexpertin durch dieses ideologisch verminte Gebiet." Andrea Nüsse, Tagesspiegel, zu "Palästina und die Palästinenser" Gaza: Wie ein nur 40 km langer und 14 km breiter Landstreifen zum Epizentrum des Nahostkonflikts wurde Eine ausgewogene Einordnung eines unübersichtlichen Konflikts Für alle, die der Krieg nicht kalt lässt und die trotzdem einen kühlen Kopf behalten wollen

von Peter Schäfer

Antisemitismus ist wieder sichtbar, teils offen, teils versteckt hinter "unbedachten" Aüßerungen und Israelkritik. Doch wo beginnt der Antisemitismus, und wie neu ist, was wir heute erleben? Der international renommierte Judaist Peter Schäfer beschreibt, wie sich seit der Antike antisemitische Stereotype verbreiteten, zu Verfolgung und Vernichtung führten und auch nach der Schoah virulent sind. Sein souveräner Überblick macht eindringlich deutlich, warum der Antisemitismus so alt und zugleich so aktuell ist.

von Iris Krumbiegel

,,Spring, Marie! Spring aus dem Fenster! Jetzt!"Dieser eine Satz lässt Marie, die in einem Kinderheim aufgewachsen ist, auch in ihren Träumen nicht los. Sie ahnt, dass er mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss, von der sie bis heute nur wenige Bruchteile kennt. Und sie spürt die Angst, die diese Träume in ihr auslösen.Bis sie eines Tages auf Jo trifft, den Patienten ohne Namen, der nach einem Schädelhirn-Trauma auf ihre Station eingewiesen wird und seit diesem Tag im Wachkoma liegt. Keiner scheint den alten Mann zu kennen oder zu vermissen. Alles, was er bei sich trug, war dieses seltsame Tagebuch, aus dem Marie ihm Nacht für Nacht vorliest. ,,Lauf, Eli! Lauf!" Als Jonah und sein jüngerer Bruder dem Transport nach Auschwitz entgehen, gibt er seiner Mutter das Versprechen, Eli zu beschützen. Doch er ahnt nicht, wie schwer es für ihn wird, dieses zu halten. Auf der ständigen Flucht vor den Nazis, gibt es nur wenige Menschen, die sich ihrer erbarmen. Aber auch ihnen gelingt es nicht, die Jungen vor dem gefürchteten Lager zu retten. Mit letzter Kraft kann Jonah verhindern, dass sein Bruder erhängt wird, nachdem ein SS-Arzt ihn für medizinische Experimente missbrauchte. Er verhilft Eli zur Flucht, die ihm selbst, allem Anschein nach, nicht möglich ist. Dabei hofft er bis zum Schluss, dass sie sich eines Tages wiedersehen und er sein Versprechen erfüllen konnte.

von Hanna Lévy-Hass

Die Aufzeichnungen von Hanna Lévy-Hass, entstanden im Jahr ihrer Internierung in Bergen-Belsen, sind ein einzigartiges Dokument. Und das nicht nur, weil sie das einzige erhaltene Tagebuch einer Widerstandskämpferin und Überlebenden des Holocaust sind, das in einem Konzentrationslager geschrieben wurde. Den heutigen Leser beeindruckt vor allem die ungeheure intellektuelle Schärfe, mit der hier eine Frau, angesichts von Terror und Schrecken, ihre Lage, die Situation der Opfer wie der Täter darstellt und analysiert – mit einer Klarsicht und Kraft, die ihresgleichen sucht. Amira Hass, die Tochter von Hanna Lévy-Hass, hat für diese Ausgabe ein Vor- und ein Nachwort geschrieben. Darin erzählt sie nicht nur auf ergreifende Weise vom Schicksal ihrer Eltern; indem sie den Bezügen zwischen dem Holocaust und dem andauernden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nachgeht, eröffnet sie dem heutigen Leser auch eine neue Perspektive auf das Tagebuch ihrer Mutter.