Verliebt, verlobt, verlorenSabrina ist mit dem krebskranken Mädchen aus der Parallelklasse bloß befreundet, weil sie dafür bewundert wird. Wilma fragt sich, wann sie endlich aufhören kann, sich um andere zu kümmern – vor allem um ihre unerträgliche Schwiegermutter. Benni kommt mit dem beruflichen Erfolg seiner Freundin nicht klar und lässt sie jeden Tag dafür bezahlen. Und das Mädchen aus der Parallelklasse? Muss erst lernen, dass es echte Liebe verdient. Ronja von Rönnes Figuren erleben, wie leise Abhängigkeit erwächst und wie Nähe sich in Macht verwandelt. Rönne schreibt witzig, scharf, ohne Mitleid und doch voller Empathie. Mit feinem Gespür und großer Intensität erzählt sie so vom größten Risiko, das wir kennen: der Liebe.
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Alles Liebe
von Ronja von Rönne
Verliebt, verlobt, verlorenSabrina ist mit dem krebskranken Mädchen aus der Parallelklasse bloß befreundet, weil sie dafür bewundert wird. Wilma fragt sich, wann sie endlich aufhören kann, sich um andere zu kümmern – vor allem um ihre unerträgliche Schwiegermutter. Benni kommt mit dem beruflichen Erfolg seiner Freundin nicht klar und lässt sie jeden Tag dafür bezahlen. Und das Mädchen aus der Parallelklasse? Muss erst lernen, dass es echte Liebe verdient. Ronja von Rönnes Figuren erleben, wie leise Abhängigkeit erwächst und wie Nähe sich in Macht verwandelt. Rönne schreibt witzig, scharf, ohne Mitleid und doch voller Empathie. Mit feinem Gespür und großer Intensität erzählt sie so vom größten Risiko, das wir kennen: der Liebe.
Aktuelle Rezensionen(5)
genial geschrieben. kurzgeschichten die gänsehauterregend zusammengeführt werden. war am ende sprachlos. düster und hyperrealistisch
Schön verschachtelte Kurzgeschichten zum Thema Liebe mit ausreichend Tiefe und mit überraschendem Abschluss. Berührt und lässt sich dennoch oder gerade deshalb gut lesen.
Ist wirklich alles Liebe? Das Hörbuch zu “Alles Liebe” wurde hochwertig produziert und von der Autorin selbst gelesen. Es war sehr angenehm, ihr zuzuhören. Auch wenn schwierige Themen wie Krankheit und Tod behandelt werden, ist es keineswegs ein trauriges Buch. Wir bekommen hier von verschiedenen Seiten Einblicke in Freundschafts- und Familiendynamiken, die einen mitunter auch fassungslos machen. Wie kann ein Kind die Krebserkrankung der besten Freundin dazu nutzen, selbst mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, eine Mutter den Verlust des Kindes verleugnen und sich eine fiktive Parallelwelt erschaffen?! Das und noch viele andere Themen rund um die Liebe wird hier mit einem guten Humor erzählt. Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt.
Jede Geschichte einzigartig, tragisch und doch miteinander verbunden.Ronja von Rönnen hat mich in den Bann gezogen und mich mit Erschrecken zurückgelassen. Sehr lesenswert!
Ich bin völlig unvorbereitet in dieses Buch gestartet. Weder das schlichte Cover noch der Klappentext haben mich darauf vorbereitet, wie intensiv und emotional diese Geschichte werden würde. „Alles Liebe“ besteht aus fünf Kurzgeschichten, die zunächst völlig unabhängig voneinander wirken. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr wurde klar, dass sie lose miteinander verwoben sind. Nach und nach setzen sich die einzelnen Schicksale zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Im Mittelpunkt stehen drei Frauen und zwei Männer, die alle ihr eigenes Päckchen tragen. Der Roman zeigt eindrucksvoll, dass hinter jeder Fassade ein persönlicher Kampf stecken kann. Er erzählt von Liebe, die nicht nur Geborgenheit bedeutet, sondern auch Manipulation, emotionale Abhängigkeit, falsche Erwartungen und Verletzungen. Immer wieder stellt das Buch die Frage, was wir eigentlich über Liebe und Beziehungen gelernt haben und ob das überhaupt gesund ist. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass Gedanken ausgesprochen werden, die man im Alltag lieber verdrängt. Ich bin schnell in dieses unangenehm ehrliche Gefühl hineingerutscht, weil die Geschichten nichts beschönigen oder romantisieren. Stattdessen zeigen sie genau die Seiten von Beziehungen, die man sonst gern übersieht. An einigen Stellen dachte ich nur: Wie kann so etwas eigentlich normal geworden sein? Das Buch hat in mir unglaublich viele Emotionen ausgelöst. Manchmal war ich empört, manchmal habe ich die Augen aufgerissen oder laut „Oha!“ gesagt. Es gab Figuren, die ich am liebsten kräftig geschüttelt hätte, und Wendungen, die mich völlig überrascht haben. Gleichzeitig empfand ich Mitleid, Verständnis und sogar Momente der Selbsterkenntnis. Eine echte Gefühlsachterbahn. Besonders beeindruckt hat mich, wie schonungslos ehrlich das Innenleben der Figuren dargestellt wird. Die Charaktere wirken glaubwürdig, widersprüchlich und unglaublich plastisch. Jede einzelne Geschichte trifft direkt ins Herz und bleibt auch nach dem Lesen noch lange im Kopf. Ronja von Rönnes Schreibstil ist klar, pointiert und unglaublich flüssig. Das Buch liest sich fast wie von selbst, leicht, aber mit einer enormen Wucht. Ich habe es regelrecht verschlungen. Für mich ist „Alles Liebe“ ein unbequemes, nachdenkliches und gleichzeitig unglaublich wichtiges Buch. Es unterhält, berührt und regt zum Nachdenken an: über Liebe, Beziehungen und darüber, was wir manchmal bereit sind zu akzeptieren. Ein Roman, der mich mitten ins Herz getroffen hat und den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.