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Alice im Land der Ideen

von Roger-Pol Droit, Luisa Maria Schulz

Format:Hardcover
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»Diese Odyssee ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten.« Elle Alice, ein junges Mädchen, ist auf der Suche. Sie ist ein Kind ihrer Zeit, unserer Gegenwart, und sie sorgt sich um die Zukunft. Wie sollen wir leben, fragt sie sich, fragen wir uns ja alle, irgendwie und manchmal. Da fällt sie eines Tages wie die gleichnamige Heldin aus Lewis Carrolls Roman in einen Kaninchenbau und gelangt so zwar nicht ins Wunderland, aber doch in das wunderbare Land der Ideen. Mit ihren Gefährten bereist sie es vom Okzident bis in den Orient und ins ferne Asien, von der Antike bis in unsere Gegenwart. Sie trifft Sokrates auf dem Markt in Athen, Buddha in einem Boot auf einem grenzenlosen See, frühstückt mit Kant in Königsberg und lässt sich von Louise Dupin über die Gleichheit von Mann und Frau unterrichten. An der Seite ihrer Freunde entdeckt Alice die großen Ideen der großen Philosoph:innen und lernt, dass sie uns noch heute Kompass und Wegweiser sein können.  

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
432 SeitenHardcover
Erschienen an: June 25, 2026

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4.0(1 ratings)
BrittaRezension von Britta

Mit „Alice im Land der Ideen“ gelingt Roger-Pol Droit eine kurzweilige und leicht verständliche Einführung in die Philosophie. Dabei steht von Anfang an nicht die Handlung im Mittelpunkt, sondern die Philosophie selbst. Alice landet ohne große Vorrede in einer neuen Welt und begegnet dort verschiedenen Begleitern wie zwei Mäusen, einer Fee und einem Känguru. Diese Figuren erfüllen ihren Zweck, bleiben aber eher Mittel zum Zweck. Der eigentliche Fokus liegt auf den Begegnungen mit bedeutenden Denkerinnen und Denkern. Der Roman ist klar strukturier in 7 Teile und einen Epilog. Alice besucht nacheinander verschiedene Philosophen (von Sokrates, Diogenes und Epikur über Voltaire, Rousseau und Kant bis hin zu Hegel und Nietzsche). Nach jedem Kapitel folgt ein kurzer Tagebucheintrag sowie ein prägnanter „Satz fürs Leben“. Alice sucht nämlich den einen Satz, den sie sich tätowieren lassen würde. Diese Idee bildet quasi den roten Faden der Geschichte. Historisch bedingt liegt der Fokus auf den männlichen Philosophen. Umso erfreulicher ist es, dass mit Louise Dupin auch eine Frau zu Wort kommt. Wer eine spannende Handlung erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Der Plot wirkt stellenweise konstruiert und dient in erster Linie dazu, die philosophischen Gespräche miteinander zu verbinden. Mich hat das jedoch nicht gestört, weil von Beginn an klar ist, worauf der Schwerpunkt liegt. In die Tiefe geht das Buch bewusst nicht. Es vermittelt einen ersten Überblick über verschiedene philosophische Strömungen und regt dazu an, sich mit einzelnen Denkern näher zu beschäftigen. Die abschließende Antwort auf die Frage „Wie soll man leben?“ überrascht zwar kaum, passt aber zum Charakter des Buches. Insgesamt ist „Alice im Land der Ideen“ ein gut strukturierter und leicht zugänglicher Roman, der Lust macht, sich weiter mit Philosophie zu beschäftigen . Besonders für Einsteiger und jüngere Leserinnen und Leser eine klare Empfehlung.

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