Empfehlungen basierend auf "After Work: Radikale Ideen für eine Gesellschaft jenseits der Arbeit: Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften"
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von Schlecky Silberstein
Eine fundamentale Abrechnung mit dem Internet von einem der einflussreichsten Blogger der Republik»Das Internet muss weg.« Ausgerechnet Blogger und Online-Comedian Schlecky Silberstein propagiert diesen Leitspruch. Dank Fake News, Filterblasen und Social Bots erlangen Konzerne, Politiker und Kriminelle zunehmend Kontrolle über weite Teile der Menschheit. Schlecky Silberstein analysiert, wie unsere Daten gezielt als Handelsware eingesetzt werden, um unser Verhalten zu beeinflussen. Nicht nur Donald Trump nutzte das Internet auf seinem Weg zur Macht, auch unsere Gesellschaft droht von programmierbaren Propaganda-Maschinen gelenkt zu werden. Ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet möglich oder hilft nur die sofortige Abschaltung?
von Ottmar Edenhofer
Das Ziel von Klimapolitik besteht darin, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Kaum ein Politikbereich ist so abhängig von der Wissenschaft. Das hat auch einen Vorteil: Wissenschaftliche Erkenntnisse kann man nicht mit einem bloßen Machtwort manipulieren. Noch hat die Menschheit wenig Erfahrung mit der gerechten und effizienten Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter. Auch daher kommt der Klimapolitik eine besondere Bedeutung zu.
von Alice Hasters
Wer Bestsellerautorin Alice Hasters in ihrem neuen Buch in den Kaninchenbau der Identitätskrise folgt, wird die Welt mit anderen Augen sehen – und sich selbst auch Wir sind klimabewusst. Wir haben eine Erinnerungskultur. Freiheit und Frieden sind westliche Tugenden. Das erzählen wir uns über uns selbst und über die Gesellschaft, in der wir leben. Doch diese Geschichte stimmt nicht ganz, oder? Wir kaufen in Sweatshops hergestellte Kleidung, schrecken vor unserer Familiengeschichte zurück, und in unserer Gesellschaft grassieren Rechtsradikalismus und Polizeigewalt. Unsere Selbsterzählung stimmt nicht mit der Realität überein. Kein Wunder also, dass wir in einer Identitätskrise stecken. Es ist Zeit, sich dieser Identitätskrise zu stellen und herauszufinden, wer wir wirklich sind, sagt Alice Hasters – denn nur so können sich Menschen und Gesellschaften verändern.
von Kate Raworth
Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel der Ökonomie aufzuschlagen, denn der Planet steht kurz vor dem Kollaps. Kate Raworth tut dies und weist mit dem Donut-Modell einen revolutionären Weg aus der Krise, der Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte auf brillante Weise vereint. Seit seiner Erfindung macht der Donut Furore. Die Form des Donut steht für den sicheren Ort der Menschheit. Nach aussen übertreten wir ihn etwa durch den fortschreitenden Klimawandel, nach innen müssen wir das soziale Fundament unserer Gesellschaft stärken, um in die Donut-Masse zurückzukehren. Die Donut-Ökonomie wird gerade zur Bewegung, sie rüttelt auf und macht Mut für die Zukunft! (Quelle: buch.ch).
von Jason Hickel
Seit Dekaden hören wir, Entwicklung hilft: Die südlichen Länder der Welt schliessen zum reichen Norden auf, die Armut hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert, bis zum Jahr 2030 ist sie verschwunden. Das ist eine tröstliche Geschichte, die von Politik und Wirtschaft gerne bestätigt wird. Aber sie ist nicht wahr. In Wirklichkeit hat sich die Einkommenslücke zwischen Nord und Süd seit 1960 verdreifacht, 60 Prozent der Weltbevölkerung verdienen weniger als 4,20 Euro am Tag. Armut ist kein Naturphänomen, sie wird gemacht. Der Autor entlarvt die Wachstumsideologie und zeigt auf, dass Armut ein politisches Problem ist, für das radikale politische Lösungen erforderlich sind. Voraussetzung ist eine Revolution im Denken. (Verlagstext)
von Timo Küntzle
Den Journalisten und Autor Timo Küntzle treiben die Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz seit Jahrzehnten um. Als Sohn einer Getreide- und Milchbauernfamilie in Baden Württemberg, lernte er schon als Kind, wie Ackerbau funktioniert, identifizierte sich aber genauso mit den Zielen der aufkommenden Umweltbewegung. Nach der Ausbildung zum Landschaftsgärtner und einem Abschluss in Agrarwissenschaften verschlug es ihn in den Journalismus. Zuletzt veröffentlichte er zu Wissenschaftsthemen für Die Presse sowie die Rechercheplattform Addendum.
von Fritjof Capra
Wendezeit - Bausteine für ein neues Weltbild - bk667; Droemer Knaur; Fritjof Capra; pocket_book; 1988
von Helena Steinhaus, Claudia Cornelsen
»Der Wechsel zu einem demokratischen, fairen und armutsfesten Sozialsystem ist weniger utopisch als manche denken. Er findet vor allem in unseren Köpfen statt«, so Helena Steinhaus, Gründerin und Vorstand des Vereins Sanktionsfrei. Zusammen mit der Autorin Claudia Cornelsen, ebenfalls im Vorstand von Sanktionsfrei, hält sie fest: Unser Sozialstaat steckt in der Krise. Während die einen Erbschaft und Karriere genießen, darben die anderen ohne Arbeit, ohne Wohnung, ohne Vermögen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen "Aufstocker" brauchen trotz Arbeit staatliche Hilfe. Von Armut Betroffene werden ausgegrenzt und stigmatisiert. Auch das neue Bürgergeld ändert daran nichts. Ist das der Sozialstaat, den wir wollen? Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen sagen: nein! Mit überraschenden Fakten und dem Wissen aus ihrer konkreten Arbeit demontieren sie die gängigen Erzählungen über Armut und Reichtum. Und sie zeigen, dass eine gar nicht mal so utopische Vision eines fairen und armutsfesten Sozialsystems möglich ist – wenn man an den richtigen Stellen ansetzt. Die gute Nachricht: Es braucht nicht viel, um das zu realisieren.
von Papst Franziskus
Mit offenem Herzen die Welt verändernFür Papst Franziskus gibt es kein Zurück zur Normalität vor der Corona-Pandemie. Sie hat die großen gesellschaftlichen Probleme wie ein Brennglas verdeutlicht: wirtschaftliche Ungleichheit, Existenzängste und Sorgen um die Gesundheit bestimmen unseren Alltag. Franziskus zeigt Auswege auf und schildert mit großer Offenheit, wie ihn selbst drei persönliche Krisen zu einem Besseren verändert haben. Sein Credo lautet: Mit offenem Herzen und Blick für die Armen können wir die Welt verbessern! Eine Offenbarung für alle, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind und einen Weg aus der aktuellen Krise gehen wollen.
von Ailton Krenak
Ein eindringlicher Appell – von einem der wichtigsten indigenen Vordenker BrasiliensDie Menschheit steht vor der globalen Katastrophe. Der brasilianische Umweltaktivist Ailton Krenak sieht den Grund dafür in unserer bisherigen Definition vom Menschen – als Krone der Schöpfung, die berechtigt ist, die Natur nach Belieben auszubeuten. Sein eindringlicher Appell: Um unseren kollektiven Marsch in den Abgrund zu stoppen, müssen wir uns neu orientieren, veraltete Denkmuster loslassen und einen Weg zurück zu unserem Ursprung finden. Dabei helfen uns die verschiedenen kulturellen Auslegungen vom Menschsein, die überall auf dem Planeten zu finden sind. Nur so können wir das Ende der Welt vertagen.