Empfehlungen basierend auf "Abschied von meiner Oma"

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von Zsuzsa Bánk

Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton, in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er in seinem Paradiesgarten unter der Akazie, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen, das Ziel eine Klinik in Frankfurt am Main, wo nichts mehr gegen den Krebs unternommen werden kann. Es sind die heißesten Tage des Sommers, und die Tochter setzt sich ans Krankenbett. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Sie registriert, was verloren geht und was gerettet werden kann, was zu tun und was zu schaffen ist. Wie verändert sich jetzt das Gefüge der Familie, und wie verändert sie sich selbst? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? In Sterben im Sommer erzählt Zsuzsa Bánk davon.

von Ingeborg Rapoport

Ingeborg Rapoport ist bekannt als Kinderärztin der Berliner Charité, als Begründerin der Neugeborenmedizin in der DDR und als womöglich älteste Frau, der man einen Doktortitel verliehen hat. Die Anerkennung ihrer Promotion wurde der jungen Ärztin wegen ihrer jüdischen Wurzeln 1937 in Nazi-Deutschland verweigert. Im Jahr 2015 erkannte man der inzwischen 102-Jährigen den Titel nachträglich an. 1938 war sie in die Vereinigten Staaten geflohen, wo sie ihren späteren Mann Samuel Mitja Rapoport kennenlernte. Beide engagierten sich in der Kommunistischen Partei der USA. Wegen dieser politischen Aktivität von der McCarthy-Kampagne verfolgt, mussten sie neuerlich emigrieren. In der DDR fand Inge Rapoport ihre neue Heimat und an der Berliner Charité ihre Wirkstätte. Im Ruhestand resümiert die Wissenschaftlerin ihr Leben, erinnert an Wegbegleiter, rechnet ab mit Missständen in Politik und Gesellschaft – aber auch mit sich selbst. Sie lädt dazu ein, ihre Erfahrungen in der Deutschen Demokratischen Republik und den medizinischen Fortschritt der Pädiatrie nachzuvollziehen. Adressiert an ihren ungeborenen Nachfahren Joshua entsteht ein bewegendes Bild ihres Lebens zwischen Judenhass und politischer Verfolgung, ärztlichem Engagement und sozialistischen Idealen.

von Ruth Klüger

Das Vermächtnis der dieses Jahr verstorbenen Literaturwissenschaftlerin.

von Lidija Burčak

Ein bisschen Jammern, ein bisschen Jugo und viel Ja zum Leben. Seit 1990 schreibt Lidija Burčak Tagebuch. Diese waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht, doch Lidija Burčak fasste sich ein Herz! Und begann, zuerst im Freundeskreis, dann im grösseren Rahmen, aus ihren Tagebüchern vorzulesen. Im Band "Nöd us Zucker" veröffentlicht sie nun Auszüge aus 17 Jahren Tagebuch, die sie im Alter von 15 bis 33 geschrieben hat, und zwar ohne auch nur einen Satz daran zu ändern. Wir erfahren direkt und unmittelbar von den Sorgen und Wünschen einer heranwachsenden Seconda: Wie mit sich klar kommen, welchen Weg gehen und wen lieben? Sie kämpft mit Druck von aussen und Verwirrung von innen; ist wütend über die Lage der Welt, die Enge der Schweiz und die Langeweile in Winterthur. Ein Hin und Her zwischen schonungsloser Selbstkritik, nervigen Sinnfragen, grenzenlosem Optimismus und der Sehnsucht nach einem Leben als Künstlerin.

von Delphine de Vigan

»Du bist nicht so wie andere Mütter« – Von klein auf weiß Delphine, dass ihre Mutter talentierter, schöner, unkonventioneller ist als andere. Wie wenig diese jedoch dem Leben gewachsen ist, erkennt die Tochter erst als Erwachsene. Warum hat Lucile sich für den Freitod entschieden? Diese Frage treibt Delphine seit dem Tag um, an dem sie ihre Mutter tot aufgefunden hat. Sie trägt Erinnerungsstücke zusammen, spricht mit den Geschwistern ihrer Mutter, mit alten Freunden und Bekannten der Familie. Es entsteht das Porträt einer widersprüchlichen und geheimnisvollen Frau, die ihr ganzes Leben auf der Suche war – nach Liebe, Glück und nicht zuletzt nach sich selbst. Gleichzeitig zeichnet Delphine das lebendige Bild einer französischen Großfamilie im Paris der 50er und 60er Jahre. Erinnerung um Erinnerung lernt sie ihre Mutter und schließlich auch sich selbst zu verstehen.

von Caitlin Doughty

Wie befördert man übergewichtige Tote aus dem obersten Stockwerk auf die Straße? Wie geht man mit den schockierten Angehörigen um? Und wie bekommt man die Knochen in die Urne? In ihrem unter die Haut gehenden Memoir berichtet Caitlin Doughty in teils komischen, teils bizarren Szenen von ihrer etwas anderen Arbeit. Ein eindrucksvolles Plädoyer dafür, unsere Toten nicht länger hinter einem Vorhang aus Angst und Tabus verschwinden zu lassen. Als die 23-jährige Caitlin Doughty ihren Dienst als Krematoriumsfachkraft antritt, ist ihre erste Aufgabe, eine Leiche zu rasieren. So wird sie im Westwind-Krematorium schnell zur Expertin, die vor keiner Aufgabe zurückschreckt. In ihrem wunderbar offenherzig und ironisch geschriebenen Buch öffnet sie uns die Augen für unseren Umgang mit den Toten. Sie blickt zurück in die Geschichte des Todes und erzählt, was in anderen Kulturen mit den Leichen geschieht. Wer schon immer mit einem guten Freund zur Mitternacht einen Friedhof besuchen wollte, um den Tod mit anderen Augen zu sehen, der sollte diese unvergessliche Geschichte lesen.

von Jackie Azúa Kramer

Zur Bewältigung der Trauer über den Tod der Mutter kann derjenige, der tröstet, gar nicht gross genug sein, denn der Vater ist umhüllt von seiner eigenen Trauer. Der Trauerbegleiter in der Geschichte ist daher ein Gorilla, gross, mit zotteligem dunklem Pelz, der dem kleinen Jungen zur Seite steht. Er hat viele Fragen und alle Fragen, die er dem Gorilla stellt, beantwortet dieser geduldig und so, dass er sie versteht. Als der Vater und der Junge beginnen, sich an die Mutter zu erinnern und darüber zu reden, wie sehr sie sie vermissen, zieht sich der Gorilla zurück. Am Grab der Mutter pflanzen Vater und Sohn rote Blumen und der Gorilla lässt einen Schmetterling fliegen. Die zarten diffusen Aquarellbilder sind voller Poesie, sie lassen teilnehmen, aber immer mit einer respektvollen Distanz. Der Text ist sparsam eingesetzt, es sind kurze Aussage- und Fragesätze. Sie sind eine Unterstützung, um mit Kindern über Tod und Trauer zu reden. Empfohlen. Ab 4.

von Susanna Ernst

In Ihrem Berührenden Roman So Wie Die Hoffnung Lebt Erzählt Erfolgsautorin Susanna Ernst Von Schicksalsschlägen, Einer Lebenslangen Freundschaft Und Von Der Liebe, Die Alles überwindet. Woran Hältst Du Fest, Wenn Du Alles Verlierst? Als Sich Katie Und Jonah Kennenlernen, Geschieht Ein Kleines Wunder: Der Sensible Junge Dringt Mit Viel Einfühlungsvermögen Und Seinem Außergewöhnlichen Talent Für Die Malerei Zu Dem Mädchen Durch, Das Sich Nach Einer Fürchterlichen Familienkatastrophe Von Allem Zurückgezogen Hat Und Verstummt Ist. Katie Beginnt Wieder Zu Sprechen. Doch Als Aus Ihrer Freundschaft Viele Jahre Später Zarte Liebe Keimt, Schlägt Das Schicksal Erneut Zu ... „erst Lacht Man, Dann Weint Man Und Schließlich Lacht Man Unter Tränen. ‘so Wie Die Hoffnung Lebt‘ Ist Einfach Zum Lachen Und Zum Weinen Schön! Blog Mybooksparadise Ein Absolut Wundervolles Buch, Mit Dem Sich Die Autorin Wieder Einmal Selbst übertroffen Hat. Blog Buchzeiten So Wie Die Hoffnung Lebt Ist Genauso Wie Susanna Ernsts Erfolgsroman Deine Seele In Mir Dramatisch, Packend Und Mit Viel Gefühl Erzählt. Für Die Leser Von Dani Atkins, Marc Levy Und Nicholas Sparks.

von Rana Awdish

Was Rana Awdish im Krankenhaus durchlitten hat, können viele Menschen nachempfinden. Die Botschaft ihrer berührenden Geschichte: Wir brauchen ein neues Verständnis von Medizin mit mehr Mitgefühl und Menschlichkeit. Rana Awdish, eine junge Intensivmedizinerin, ist hochschwanger, als sie mit unerträglichen Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wird. Statt der Patientin zuzuhören, entscheiden die Ärzte über ihren Kopf hinweg. Mit fatalen Folgen: Das Baby stirbt, ihr eigenes Leben hängt am seidenen Faden. Durch den Wechsel – von der Ärztin zur todkranken Patientin – erlebt Rana Awdish, woran das moderne Gesundheitswesen krankt. Bei der systematischen Massenabfertigung von Kranken mangelt es an Empathie und an Zeit, was zu verhängnisvollen Fehldiagnosen führt. Fesselnd erzählt Rana Awdish ihre beinah unglaubliche Leidensgeschichte, die zugleich ein eindringliches Plädoyer ist, für eine Medizin, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

von Paul Monette

Die Chronologie der letzten 19 Monate einer langjährigen Beziehung zwischen 2 amerikanischen Homosexuellen, von denen der eine mit 44 an AIDS stirbt.