3.8

A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.

von S. T. Gibson

Format:Softcover
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Ein verführerischer Gothic-Roman voller Nervenkitzel und Dark Romance. Dies ist mein letzter Liebesbrief an dich, auch wenn manche ihn ein Geständnis nennen würden … Kurz bevor der Tod sie ereilt, wird die Bäuerin Constanta von einem mysteriösen Unbekannten gerettet – in dem er sie in einen Vampir verwandelt. Dass sie dafür seine Braut wird und tun muss, was er verlangt, ist ein Preis, den sie zunächst nur allzu gern zu zahlen bereit ist. Bald schon nimmt Dracula sich zwei weitere Bräute: die spanische Edeldame Magdalena und ein armer Künstler Alexi. Allerdings erkennt Constanta allmählich, dass ihr Geliebter zu schrecklichen Dingen fähig ist. Sie findet Trost in den Armen ihrer rivalisierenden Gefährtinnen und beginnt, die dunklen Geheimnisse ihres Mannes zu lüften. Da das Leben aller, die sie liebt, auf dem Spiel steht, muss Constanta zwischen ihrer eigenen Freiheit und der Liebe zu ihrem Mann wählen. Doch durch Blut geschmiedete Bande können nur durch den Tod gebrochen werden. Eine Geschichte über Begehren, Obsession und Macht, die durch die Briefe von Draculas erster Braut Constanta erzählt wird.

Romance
304 SeitenSoftcover
Erschienen an: April 1, 2025

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Aktuelle Rezensionen(9)

3.8(32 ratings)
DeadInsideBookQueenRezension von DeadInsideBookQueen

Dieses Buch hat alles, was eine echte Gothic Romance ausmacht. Perfekt für alle, die dieses Genre lieben – für die Atmosphäre, den düsteren Vibe und das besondere Feeling. Wie bereits im Klappentext angekündigt, ist die Geschichte in Form eines Briefes erzählt. Der Schreibstil ist wunderschön und passt perfekt zu diesem Genre. Im Mittelpunkt steht die Charakterentwicklung und die Erzählung der Geschehnisse aus Constantans Perspektive. Für mich fühlte es sich wie ein letzter Abschied von toxischer Liebe an – intensiv, schmerzhaft und doch befreiend. Man bekommt alles, was versprochen wird: dunkle, geheimnisvolle Schauplätze, eine packende Atmosphäre, romantische Spannungen, Obsession – und statt oberflächlichem Spice, leidenschaftliche Erotik. Ich habe das Buch geliebt, weil es all das liefert, was ich an Gothic Romance so sehr liebe. Absolut empfehlenswert für Fans des Genres!

JoanaRezension von Joana

Für mich war es mal etwas ganz anderes. Durch die Briefform ist das Buch sehr kurzweilig, was ich als angenehm empfand. Der Schreibstil ist wirklich schön und poetisch. Ich habe mich auch sehr schwer getan, ob ich nicht doch 4 Sterne geben soll. Es war mein erstes „Dark Romance“ Buch, weil ich mich eigentlich nicht so für dieses Genre begeistern kann. Hier fand ich aber den Aspekt der toxischen Beziehung und Abhängigkeit sehr interessant. Und war froh, dass es ansonsten größtenteils nicht all zu explizit war. Für mich persönlich genau die richtige Mischung.

Laura 🦋Rezension von Laura 🦋

Mir hat an diesem Buch besonders gut gefallen, dass die Entwicklung zum, zugegebenermaßen sehr radikalen, ende hin, so ein schleichender Prozess war. Dieses Buch hat, obwohl es in Fiktion verankert ist, so viel über bestehende zwischenmenschliche Beziehungen ausgesagt, was ich sehr gelungen fand. Obwohl seit Anfang des Buch auch das Ende klar ist, ist die Reise dorthin emotional, tiefgründig und von Rückschlägen geprägt. Auch die Namenlosigkeit des „Herren“ und sein Verhalten waren so nah an der Realität einiger Männer, dass man ihn trotz seines Vampirseins eigentlich nicht als Monster sondern einfach als Mann bezeichnen sollte. Auch der geschichtliche Kontext, der durch die Reisen immer wieder eingefangen wird war sehr passend und spannend. Alles in allem ein wirklich tolles Buch über Liebe, Leid, Besitz, Obsession, Narzissmus und Verlust.

Ani BunnyRezension von Ani Bunny

Meisterwerk! Wird nie langweilig!! #JahresHighlight

JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/12/30/vampire-companion-1-a-dowry-of-blood-begehren-obsession-macht/ A Dowry of Blood ist kein klassischer Vampirroman. Wer hier eine actionreiche Neuauflage der Dracula-Legende erwartet, wird überrascht sein – und wer sich auf eine introspektive, poetische und emotional intensive Geschichte einlässt, wird reich belohnt. S. T. Gibson erzählt eine Geschichte über Machtgefälle, emotionale Abhängigkeit und den langen, schmerzhaften Weg zur Selbstbefreiung, verpackt in eine düstere, sinnliche Gothic-Atmosphäre. Handlung Die Geschichte wird in Form eines langen Briefes erzählt, den Constanta – eine der ersten Gefährtinnen Dráculas – an ihn richtet. Schon früh wird klar: Dieser Brief ist keine Liebeserklärung, sondern ein Geständnis. Constanta schreibt darüber, warum sie ihn getötet hat. Über mehrere Jahrhunderte hinweg begleitet der Roman ihre Erinnerungen: von der ersten Begegnung, der Verführung durch Unsterblichkeit und bedingungslose Liebe, bis hin zu einem Leben in einer Beziehung, die zunehmend von Kontrolle, Manipulation und emotionalem Missbrauch geprägt ist. Drácula sammelt im Laufe der Zeit weitere Konsorten – Magdalena und Alexi – und formt eine vermeintliche „Familie“, die jedoch vollständig seiner Macht unterworfen ist. Besonders stark ist, dass die Geschichte nicht linear oder ereignisgetrieben erzählt wird, sondern fragmentarisch, fast wie ein Strom des Bewusstseins. Constanta berichtet nur das, was für ihre Wahrheit notwendig ist. Gerade diese Lücken – ausgelassene Jahre, übersprungene Jahrhunderte – verstärken das Gefühl von Zeitlosigkeit und emotionaler Erschöpfung, das die Unsterblichkeit mit sich bringt. Charaktere Constanta Constanta ist das emotionale Zentrum des Romans. Sie beginnt als junge Frau voller Sehnsucht, Hoffnung und Liebe und entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer reflektierten, schmerzhaft klar sehenden Erzählerin. Ihre Stimme ist ruhig, fast resigniert, aber nie schwach. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie Drácula konsequent nicht beim Namen nennt, sondern nur als „Lord“ bezeichnet – ein bewusster Akt der Selbstermächtigung, um ihm die Bedeutung zu entziehen, die er ihr so lange genommen hat. Drácula Drácula ist hier kein romantisierter Antiheld, sondern ein manipulativer, narzisstischer Antagonist. Er gibt Liebe nur als Gegenleistung für Gehorsam, nutzt Schuld, Eifersucht und Angst als Werkzeuge und tarnt Kontrolle als Fürsorge. Gerade weil er selbst nie zu Wort kommt, wirkt seine Präsenz umso bedrohlicher – er existiert ausschließlich durch die Verletzungen, die er hinterlässt. Magdalena Magdalena ist eine zutiefst tragische Figur. Anfangs eine starke, willensstarke Frau, die sich ihrer Wirkung bewusst ist, verliert sie im Laufe der Zeit immer mehr von sich selbst. Ihre langsame Auslöschung ist schwer mitanzusehen und macht deutlich, dass Unsterblichkeit kein Geschenk ist, sondern eine Belastung, der nicht jede Seele standhält. Ihre fehlende „Rückkehr“ zur alten Stärke wirkt schmerzhaft realistisch. Alexi Alexi ist der auffälligste Gegenpol zu Drácula. Selbstbewusst, charmant, provokant – und sich seiner Wirkung stets bewusst. Er widersetzt sich offen, stellt Regeln infrage und bringt eine neue Dynamik in das Machtgefüge. Seine Perspektive, die am Ende kurz ergänzt wird, rundet die Geschichte ab und verleiht ihr einen hoffnungsvollen Nachhall. Besonders bemerkenswert ist die Beziehung zwischen den Konsorten: Statt Rivalität entsteht Solidarität, Nähe und echte Zuneigung. Am Ende wirkt Drácula fast wie der Fremdkörper – nicht sie. Schreibstil & Erzählform Der größte Triumph dieses Romans ist ohne Zweifel der Schreibstil. S. T. Gibsons Prosa ist lyrisch, elegant und von einer fast schmerzhaften Schönheit. Die Entscheidung, in der zweiten Person zu erzählen, ist mutig – und vollkommen gelungen. Sie erzeugt eine intensive Intimität, die den Leser direkt in die emotionale Konfrontation hineinzieht. Viele Sätze wirken wie Gedichte: langsam, sinnlich, brutal ehrlich. Es ist ein Buch, das man nicht einfach „verschlingt“, sondern bewusst liest, oft innehält und Passagen erneut liest, weil sie nachhallen. Die gothische Atmosphäre ist allgegenwärtig – Blut, Tod und Verfall stehen gleichberechtigt neben Liebe, Zärtlichkeit und erotischer Spannung. Die Anlehnung an Bram Stokers epistolaren Stil ist deutlich spürbar, aber nie bloße Nachahmung. Gibson nutzt die Form, um ihr eigenes, modernes Narrativ über Macht und Missbrauch zu erzählen. Themen & Wirkung A Dowry of Blood behandelt große Themen: - toxische Beziehungen - emotionale Abhängigkeit - Machtmissbrauch - Poliamorie jenseits von Sexualisierung - weibliche Selbstermächtigung - die Schattenseite der Unsterblichkeit Besonders stark ist, dass der Roman keine einfachen Antworten liefert. Liebe wird nicht verurteilt, sondern entlarvt – als etwas, das heilend oder zerstörerisch sein kann, je nachdem, wie viel Freiheit sie zulässt. Fazit: A Dowry of Blood – Begehren. Obsession. Macht ist ein intensiver, schmerzhafter und zugleich wunderschöner Roman. Trotz (oder gerade wegen) seiner Kürze entfaltet er eine enorme emotionale Tiefe. Die Geschichte bleibt lange im Kopf, nicht wegen großer Plot-Twists, sondern wegen ihrer Ehrlichkeit und sprachlichen Kraft. Ein poetisches, mutiges und unvergessliches Werk, das zeigt, dass wahre Freiheit manchmal erst beginnt, wenn man den Mut findet, eine vermeintliche Liebe loszulassen. 5 von 5 Sternen!

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